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09.11.2017

Zurück ins Leben

Bei schwersten Verletzungen oder Erkrankungen kommt die Notfall- und Intensivmedizin zum Einsatz. Was die moderne Medizin dabei heute alles leisten kann, darüber klärt das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) in seiner vierten Veranstaltung der Reihe „Universitätsmedizin im Zentrum“ auf.

Notfall- und Intensivmedizin gehören zumeist untrennbar zusammen. Bei diesen Begriffen erscheinen bei vielen sofort Bilder schwerstverletzter oder schwerstkranker Menschen. Doch was verbirgt sich genau hinter der Notfall- und Intensivmedizin? Wie greifen Rettungsmaßnahmen und klinische Intensivmedizin ineinander? Was ist heute alles möglich und wo stößt die Medizin an ihre Grenzen? Diese Fragen klären am 16. November 2017, von 17:00 bis 19.30 Uhr, Mediziner des UKR in der Veranstaltung „Notfall- und Intensivmedizin: Zurück ins Leben!“. Der vierte Abend der Veranstaltungsreihe „Universitätsmedizin im Zentrum“ im Thon-Dittmer-Palais in Regensburg richtet sich bei freiem Eintritt an Betroffene und Interessierte. Neben Vorträgen erfahrener Notfall- und Intensivmediziner berichtet auch eine Patientin, wie sie nach ihrer schweren Erkrankung ins Leben zurückfand. Außerdem besteht die Möglichkeit, Rettungsfahrzeuge zu besichtigen und selbst Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Übungspuppe zu trainieren.

Rund 80.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Doch nicht einmal bei einem Drittel von ihnen werden sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen. Dabei sinkt mit jeder Minute ohne Herz-Kreislauf-Wiederbelebung die Chance zu überleben um sieben bis zehn Prozent. Notfall- und Intensivmedizin beginnt also nicht erst mit dem Arzt, sondern bei jedem selbst. Denn jeder kann im Notfall durch Erste-Hilfe-Maßnahmen dazu beitragen, einem anderen Menschen zu helfen. Die Informationsveranstaltung im Thon-Dittmer-Palais wird deswegen auch darauf eingehen, was jeder selbst als Ersthelfer tun kann. Hierzu wird der Vorsitzende des Rettungszentrums und Leiter der Klinik für Anästhesiologie des UKR, Professor Dr. Bernhard Graf, aus seinen Erfahrungen berichten und praktische Tipps geben. Gemeinsam mit den anwesenden Ärzten können die Besucher darüber hinaus selbst Wiederbelebungsmaßnahmen trainieren.  

Das UKR setzt sich aber nicht nur für die Verbesserung der Erstversorgung ein, sondern ist auch aktiv am intensivmedizinischen Fortschritt beteiligt. So gelang es den Spezialisten des ECMO-Zentrums des UKR die erste tragbare Herz-Lungen-Maschine zu entwickeln. Diese übernimmt zeitweise die Funktion von Herz und/oder Lunge, damit sich die Organe bei einer Verletzung oder Erkrankung erholen können. Durch die mobile Herz-Lungen-Maschine ist es unter anderem möglich, auf konventionellem Wege nicht transportfähige Patienten in Spezialzentren zu verlegen, wodurch ihre Überlebenschance beträchtlich steigt. Zudem konnte das UKR vor einigen Jahren ein ECMO-Mobil für den Raum Regensburg etablieren, mit dem ein Team aus Spezialisten die Herz-Lungen-Maschine direkt zu Notfalleinsätzen bringen und so die Erstversorgung für Betroffene erheblich verbessern kann. Besucher der Veranstaltung am 16. November bekommen die Gelegenheit, die Maschine kennenzulernen und das ECMO-Mobil zu besichtigen.

Neben diesen Themen geben der Leiter der Interdisziplinären Notaufnahme des UKR und der Ärztliche Leiter der Luftrettungsstation einen Einblick in das Spektrum der Notfallmedizin und berichten von ihren Erfahrungen in der Erstversorgung bei Unfällen. 
Außerdem erklären der Ärztliche und Pflegerische Leiter der Operativen Intensivstation des UKR zusammen mit einer Patientin, was Intensivmedizin heutzutage bedeutet, was sie zu leisten vermag, aber auch wo ihre Grenzen liegen.

Universitätsmedizin im Zentrum

Die Veranstaltung „Notfall- und Intensivmedizin: Zurück ins Leben!“ bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Universitätsmedizin im Zentrum“, die 2017 anlässlich des Jubiläums zu 25 Jahren stationärer Patientenversorgung am UKR stattfand. Mit der Veranstaltungsreihe wollte das UKR den Menschen in und um Regensburg die Möglichkeit bieten, das Leistungsspektrum der modernen universitären Medizin kennenzulernen und kam dafür ganz bewusst ins Zentrum Regensburgs. Die Stadt Regensburg unterstützte dieses Angebot an die Bürgerinnen und Bürger und stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 09.11.2017 | Online-Redaktion
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