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Forschung & Lehre

Auszeichnungen & Preise

Forschung ist die Voraussetzung für Fortschritt. Deshalb gehört wissenschaftliches Arbeiten in allen Bereichen des UKR zum Alltag. Dabei engagieren sich die Mitarbeiter in unterschiedlichsten Projekten, um Krankheiten besser zu verstehen, Therapien weiterzuentwickeln und auch die pflegerische Versorgung der Patienten weiter zu verbessern.

Auszeichnungen, Preise und Würdigungen unserer Mitarbeiter belegen, dass dieses Engagement erfolgreich ist.

  • Deniz Tümen, Doktorand in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I, Gastroenterologie, Endokrinologie, Infektiologie und Rheumatologie des UKR (Direktorin Professor Dr. med. Martina Müller-Schilling) hat den Posterpreis für Grundlagenforschung bei der 49. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern (GFGB) erhalten. Tümen erhielt die Auszeichnung „Bestes Poster – Grundlagenforschung“ für seinen Beitrag: „Introduction of a novel triple intein-luciferase assay for real-time detection of differential protein isoforms by the example of the tumor suppressor p53“.

    Deniz Tümen beschäftigt sich in seiner Promotion mit der Entwicklung neuer Methoden zum Nachweis von Proteinen. Dazu wendet er mit der sogenannten Gen-Schere (CRISPR/Cas9) und sich selbst spaltenden Proteinsequenzen neueste Technologien an. Wird ein bestimmtes Protein von der so modifizierten Zelle hergestellt, leuchtet die Zelle in einer definierten Farbe auf. Die Intensität des Leuchtens spiegelt die Menge des Proteins wider, das von der Zelle hergestellt wird. Dadurch kann man in lebenden Zellen und in Echt-Zeit die Menge an unterschiedlichen Proteinen bzw. deren Protein-(Iso)-Formen genauestens bestimmen.

    Felix Mittermeier, Student im Praktischen Jahr (PJ) an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I, erhielt für seinen Vortrag über einen außergewöhnlichen Patientenfall, aus der gastroenterologischen Intensivmedizin den Vortragspreis „Der besondere Fall“.

    Felix Mittermeier präsentierte den Fall eines Patienten, der in Eigen-Therapie 200 Aprikosenkerne zu sich genommen hatte. Der Patient wollte dadurch einen bösartigen Tumor mit vermeintlich natürlichen Methoden therapieren. Dabei erlitt er durch die Aprikosenkerne eine Zyanid-Vergiftung. Durch sofortiges beherztes Handeln des klinischen Personals auf der Intensivstation konnte der Patient gerettet werden.

  • 1.Platz des Publikationspreises der AG 10 Chronische Herzinsuffizienz (Dotation: 1.000€)

    Die Calcium/Calmodulin-abhängige Kinase II (CaMKII) ist ein Schlüsselenzym in der Herzinsuffizienzentstehung, ihre Überaktivierung führt zu bösartigen Herzrhythmusstörungen und Pumpversagen. Direkte Hemmer der CaMKII sind in der Grundlagenforschung zwar hoch effektiv, konnten bislang aber aufgrund vieler Nebeneffekte nicht für die klinische Anwendung weiterentwickelt werden.

    Einer Forschergruppe des UKR um Dr. Julian Mustroph und Prof. Dr. Stefan Wagner (Innere Medizin II / Prof. Dr. Lars Maier) ist es nun erstmalig gelungen das Enzym CASK als Regulator der CaMKII am Herzen zu beschreiben. In menschlichen Herzzellen konnte eine Bindung von CASK an die CaMKII gezeigt werden. Eine medikamentöse Steigerung der Expression von CASK mit dem bereits verfügbaren Diabetesmedikament Exenatid konnte hingegen die CaMKII-bedingten Störungen auf den Kalziumhaushalt von isolierten Herzmuskelzellen vollständig aufheben und die Kontraktionskraft der Herzzellen verbessern. Die Ergebnisse der Arbeit lassen somit auf einen neuen Therapieansatz bei Herzsschwäche hoffen.

    2. Platz des Publikationspreises der AG 10 Chronische Herzinsuffizienz (Dotation: 700€)

    Grundlagenwissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass die Behandlung mit ACE-Hemmern und Angiotensin 1-Rezeptorblockern die Expression von ACE2 steigern kann. Da der Covid-19 verursachende Virus SARS-CoV-2 genau dieses Protein zum Zelleintritt nutzt, wurden zu Beginn der Pandemie sogar Stimmen laut, diese Medikamente, welche gerade für Hochrisikopatienten mit Herzinsuffizienz prognosebestimmend sind, aufgrund eines möglicherweise erhöhten Covid-19 Infektionsrisikos zu pausieren.

    Diese Unsicherheit wurde durch die Tatsache begünstigt, dass es damals noch keine Arbeiten gab, die den Einfluss beider Medikamente auf die myokardiale ACE2 Expression im Menschen analysiert haben. Um diese Wissenslücke zu schließen, wurden verschiedene Einflussfaktoren auf die myokardiale ACE2 Expression in kardiovaskulären Hochrisikopatienten untersucht. Tatsächlich zeigte sich, dass eine Behandlung mit diesen Medikamenten im humanen Atrium und auch im Ventrikel mit einer unabhängig gesteigerten ACE2 Expression einhergeht. Ob dies jedoch auch ein erhöhtes Risiko für eine Covid-19 Erkrankung bedingt oder möglicherweise sogar protektiv ist müssen weitere klinische Studien zeigen.

  • Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurde Carina Steindl mit dem Young Investigator Award 2022 ausgezeichnet. Die Doktorandin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) erhält den Preis für ihre Forschungsarbeit zur Spontan Bakteriellen Peritonitis (SBP). Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

    PM: Young Investigator Award 2022 der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin für Carina Steindl

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