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Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Neuer Sonderforschungsbereich: Leben für Leukämie- und Lymphompatienten

Anfang Januar 2018 hat ein neu eingerichteter Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 221 (TR 221) von Universität Regensburg (UR) und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) seine Arbeit aufgenommen. Er trägt den Titel "Steuerung der Transplantat-gegen-Wirt- und Transplantat-gegen-Leukämie-Immunreaktionen nach allogener Stammzelltransplantation". Im Fokus stehen dabei bislang ungelöste Herausforderungen bei der Therapie von Leukämie und Lymphompatienten.

Nach einem strengen, zweijährigen Auswahlverfahren wurde das Forschungsprojekt Ende November 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) positiv bewertet und als Sonderforschungsbereich genehmigt. Hierdurch werden über einen Zeitraum von vier Jahren, beginnend im Januar 2018, insgesamt 14 Millionen Euro Forschungsmittel zur Verfügung gestellt. Regensburg übernimmt hierbei die Funktion der koordinierenden Sprecheruniversität, Herr Professor Dr. Wolfgang Herr ist Hauptantragsteller und Sprecher des SFB/Transregio 221.

Der SFB/TR 221 möchte zunächst die komplexen immunologischen Wirkmechanismen der allogenen Blutstammzelltransplantation besser verstehen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den T-Zellen, die als Hauptakteure des spezifischen Immunsystems den GvL-Effekt und die GvHD sehr wesentlich beeinflussen. Mit dem im SFB erlangten Wissen sollen dann durch gezielte Eingriffe in das Spenderimmunsystem zum einen der GvL-Effekt verstärkt und zum anderen die GvHD vermieden werden. Werden die entwickelten Strategieansätze später klinisch angewendet, sollte sich dies bei den Patienten bemerkbar machen: in einer deutlichen Abnahme der Leukämierückfälle und GvHD-Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation. Für diese anspruchsvollen Ziele arbeiten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der immunmedizinischen Forschung in Regensburg, Erlangen und Würzburg im Rahmen eines SFB Transregio Forschungsverbunds intensiv zusammen.

Das Forschungsprojekt ist in zwei Teilbereiche gegliedert. Im "Projektbereich A" sollen neue immunologische Interventionsmöglichkeiten entwickelt werden, um den GvL-Effekt gezielt zu verstärken. Untersucht werden beispielsweise die genetische Manipulation von Lymphozyten, die Anwendung neuer Antikörper und die Immunstimulation über metabolisch wirksame Substanzen. Im "Projektbereich B" wird hingegen nach Wegen gesucht, die GvHD selektiv abzuschwächen, unter anderem durch die Modulation immunologischer Signalwege, Mikrobiom-Veränderungen oder Immunzell-Effekte. 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 21.08.2018 | Online-Redaktion
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