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Medizinische Leistungen

Messunsicherheit und Signifikanz

Jedes Messergebnis ist einer Messunsicherheit unterworfen, die von
Fehlern und Unsicherheiten aus den verschiedenen Stufen der Probennahme und der Analyse und der teilweisen Unkenntnis der Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen, herrührt. Nach ISO/DIN 3534-1 ist sie definiert als Schätzwert, der den Wertebereich angibt, innerhalb dessen der wahre Wert zu erwarten ist.


Die Kenntnis der Messunsicherheit kann bei der Beurteilung der
Signifikanz von medizinischen Laborbefunden sehr hilfreich sein. Zwei wesentliche Fragestellungen sind zu nennen, denen der medizinische Befund dienen soll:

In die Beurteilung der "Messunsicherheit" müssen alle Quellen einbezogen werden. Die Richtlinien zur Interpretation der Normen geben daher auch ausdrücklich an, dass eine Beurteilung der Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit allein nicht ausreichend ist. Alle relevanten Quellen der Unsicherheit müssen berücksichtigt werden, insbesondere auch die Probennahme, die im medizinischen Laboratorium eine entscheidende Rolle spielt.

Die für die Signifikanzbetrachtung entscheidende Gesamtmessunsicherheit im medizinischen Laboratorium hängt zumindest ab von:

Einflussgrößen (= in vivo Determinanten):

Störfaktoren (= in vitro Determinanten):
als Konsequenz diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen,
insbesondere Störung durch Pharmaka,  Störung durch Probenbestandteile, die noch vor Abnahme in vivo
oder durch falsche Lagerung der Probe in vitro auftreten

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Letzte Aktualisierung: 26.03.2018 | Online-Redaktion
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