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Aneurysmabehandlung

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Aneurysmen sind Aussackungen an Hirnarterien, die in aller Regel einer radiologischen und neurochirurgischen Abklärung bedürfen und meist behandlungsbedürftig sind. Platzt ein solches Aneurysma, so entsteht eine sog. "Subarachnoidalblutung" (kurz: SAB).

Diese spezielle Hirnblutung gehört zum Formenkreis der ´blutigen´ Schlaganfälle und ist immer potentiell lebensbedrohlich. Die Diagnostik und Therapie einer SAB bleibt immer Zentren vorbehalten, in denen eine neuroradiologische und neurochirurgische Behandlung rund um die Uhr gewährleistet ist und die Patienten auf einer speziell eingerichteten neurochirurgischen Intensivstation überwacht werden können.

Wird ein Aneurysma entdeckt, bevor es geplatzt ist, wird eine röntgenologische Abklärung der Hirngefässe (Angiographie) mit Kontrastmittel angefertigt, um das Aneurysma in allen Ebenen darzustellen und so die beste Therapieoption zu wählen. Grundsätzliches Ziel einer Behandlung ist der Verschluss des Aneurysmas, damit eine Blutung verhindert wird.

Hierzu stehen zwei sich ergänzende Verfahren zur Verfügung:

1. Coiling

Viele Aneurysmen können nach radiologischer Sondierung im Rahmen einer Angiographie durch kleine Platinspiralen von innen her verschlossen werden.

2. Clipping

Einige Aneurysmen können allerdings nur durch über eine Schädeleröffnung (Kraniotomie) und Setzen eines Titanclips (Clipping) auf den Aneurysmahals behandelt bzw. verschlossen werden. Sehr kleine Aneurysmen werden u.U. nur überklebt (Wrapping) und sehr großen oder sog. Riesen-Aneurysmen könnten, falls nötig, in Kreislauf-Stillstand und tiefer Hypothermie verschlossen werden.

Ob ein Aneurysma behandelt werden sollte oder ob ggf. auch bildgebende Kontrollen stattfinden können, welche Behandlungsmethode (Coiling oder Clipping) geeignet ist, welche Risiken bestehen und wie die genaue Vorgehensweise ist, besprechen wir gerne ausführlich in unserer Aneurysma-Sprechstunde (siehe Spezialsprechstunden). Unser Ziel ist es, die Möglichkeiten der beiden beteiligten Disziplinen, der Neurochirurgie und Neuroradiologie, während eines ambulanten Termins gemeinsam darzustellen (interdisziplinäre Sprechstunde). Natürlich bieten wir auch an, eine zweite Meinung für eine bereits an anderer Stelle ausgesprochene Behandlungsempfehlung abzugeben.

 

Als ein neurochirurgisches Zentrum in Ostbayern behandeln wir Patienten mit nicht geplatzten Aneurysmen, jedoch auch eine Vielzahl von Patienten mit einer aneurysmabedingten Subarachnoidalblutung. Auch hier arbeiten wir mit den Kollegen der Neuroradiologie zusammen und betreuen unsere Patienten auf unserer speziellen neurochirurgischen Intensivstation.

 

INTERDISZIPLINÄRE ANEURYSMASPRECHSTUNDE 
 

Prof. Dr. med. Karl-Michael Schebesch

(Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie)

 

Prof. Dr. med. Christina Wendl

(Institut für Röntgendiagnostik - Neuroradiologie)

 

Die Terminvergabe für die Interdisziplinäre Aneurysmasprechstunde erfolgt über die Leitstelle der Klinik und Poliklinik der Neurochirurgie.

Tel.: 0941 944-9010 / Fax: 0941 944-9002

Die Sprechstunde findet donnerstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt.

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Letzte Aktualisierung: 30.01.2019 | Online-Redaktion
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