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Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie

Infektionschirurgie

Die Sektion Infektionschirurgie der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie widmet sich der Behandlung von Knochen- und Gelenkinfektionen. Dies umfasst sowohl die Behandlung von Infektionen nach Unfällen und Operationen zur Frakturversorgung als auch nach endoprothetischem Gelenkersatz. Wir therapieren somit alle Arten von Infektionen des Bewegungsapparates, vor allem:

1. Chronische Osteomyelitis
2. Infektionen von Gelenkprothesen: Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen
3. Infizierte Pseudarthrosen der oberen und unteren Extremität
4. Wirbelsäulen-Infektionen
5. Komplizierte Weichteilinfektionen

Wir haben einen interdisziplinären Therapieansatz, in dem wir durch ein speziell eingerichtetes „Extremitätenboard“ aus Unfallchirurgen,  plastischen Chirurgen., Gefäßchirurgen,  sowie Experten aus Mikrobiologie, Infektiologie, Diabetologie und Pathologie Therapiestrategien im Sinne des Patienten festgelegen und umsetzen. 

Dadurch sind wir in der Lage, neueste Diagnostik- und Therapieverfahren aus Chirurgie und auch der Antibiotikabehandlung in unseren Behandlungsalgorithmus einfließen zu lassen. Unser Ansatz ist, über die Verwendung von antimikrobiell beschichteten Implantaten und antimikrobiell aktive Knochenersatzmaterialien die Anzahl der Operationen zur Heilung der Infektion so gering wie möglich zu halten. Mit unseren Kollegen aus Mikrobiologie und Infektiologie sind wir auch in der Lage, Patienten mit multiresistenten Keimen erfolgreich zu behandeln.

Unser Team widmet sich neben der klinischen Versorgung auch der Grundlagen- und klinischen Forschung. Gemeinsam mit Spezialisten der im Extremitätenboard vertretenen Fachdisziplinen und zahlreichen national und international renommierten Kooperationspartnern wird an der Verbesserung der Diagnostik und Therapie von Knochen- und Gelenkinfektionen gearbeitet, um die Lebensqualität unserer Patienten entscheidend und langfristig zu verbessern.

Bild A: Die 66-jährige Patientin erlitt  im Rahmen eines schweren Polyraumas unter anderem eine 2° offene Femurschaftfraktur links, welche auswärts mittels Hybridfixateur stabilisiert wurde.
Bild A: Die 66-jährige Patientin erlitt im Rahmen eines schweren Polyraumas unter anderem eine 2° offene Femurschaftfraktur links, welche auswärts mittels Hybridfixateur stabilisiert wurde.
Bild B: Nach Ausbilden einer Infektpseudarthrose (Falschgelenk) erfolgte das knöcherne Debridement und die Einlage von lokalen Antibiotikaträgern zur Sanierung der Knocheninfektion. Der Ringfixateur wurde durch einen lateralen Monorail Fixateur ersetzt.
Bild B: Nach Ausbilden einer Infektpseudarthrose (Falschgelenk) erfolgte das knöcherne Debridement und die Einlage von lokalen Antibiotikaträgern zur Sanierung der Knocheninfektion. Der Ringfixateur wurde durch einen lateralen Monorail Fixateur ersetzt.
Bild C: Nach Infekteradikation konnten die Antibiotikaträger entfernt und eine Reosteosynthese mittels silberbeschichtetem intramedullären Marknagel und Augmentationsplatte erfolgen. Ein knöcherner Defekt wurde durch antibiotikahaltiges Knochenersatzmaterial aufgefüllt, was zu einer Konsolidierung des Falschgelenkes 8 Wochen postoperativ führte.
Bild C: Nach Infekteradikation konnten die Antibiotikaträger entfernt und eine Reosteosynthese mittels silberbeschichtetem intramedullären Marknagel und Augmentationsplatte erfolgen. Ein knöcherner Defekt wurde durch antibiotikahaltiges Knochenersatzmaterial aufgefüllt, was zu einer Konsolidierung des Falschgelenkes 8 Wochen postoperativ führte.
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Letzte Aktualisierung: 25.03.2020 | Online-Redaktion
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