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Ihr Klinikaufenthalt

Patient Blood Management

Ihr Blut, unsere Verantwortung.

Das Universitätsklinikum Regensburg ist das einzige Krankenhaus in Stadt und Landkreis Regensburg, welches sich dem "Patient Blood Management" (PBM) verpflichtet. Ein Programm, welches sich für einen verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit der wertvollen Ressource Blut einsetzt. 

Unser Ziel: Das Blutvolumen der Patienten optimieren, den Blutverlust währen des Krankenhausaufenthalts reduzieren und Bluttransfusionen rational einsetzen.

Blutkonserven, eine knappe Ressource

In Deutschland werden aktuell knapp vier Millionen Blutkonserven pro Jahr verbraucht. Bluttransfusionen bergen allerdings Risiken und verbrauchen zudem knappe Ressourcen.

  • Durch eine alternde Bevölkerung steigt der Bedarf an Transfusionen, gleichzeitig aber sinkt die Zahl der jüngeren, potentiellen Blutspender.
  • Jede Bluttransfusion ist vergleichbar mit einer Organtransplantation. Das Immunsystem reagiert auf die fremden Zellen, in der Regel zu einem Zeitpunkt, zu dem es z.B. bereits mit der Bekämpfung von Krankheitserregern beschäftigt ist. Die Folge: Das Immunsystem gerät unter Stress, was zu einem höheren Infektionsrisiko führt. Auch Herzinfarkte und Schlaganfälle sind möglich.

Das Blut bleibt dort, wo es benötigt wird, im Körper des Patienten.

Die umfangreichen prä-, intra- sowie postoperativen Maßnahmen zielen dabei vor allem auf drei Punkte ab:

  • Alle Patienten werden vor einer Operation auf eine mögliche Blutarmut getestet.
    Jeder dritte Mensch verfügt über zu wenig rote Blutkörperchen, was in der Regel in einem Eisenmangel begründet liegt. Wird dies festgestellt, so wird über eine gezielte Eisengabe die Blutbildung angeregt, wodurch der Patient aus eigener Kraft sein Blutvolumen verbessern kann. 
    Bluttransfusionen, um das Blutvolumen zu steigern, können somit vermieden werden.
      
  • Unnötige Blutverluste werden reduziert.
    • Bei Probenentnahmen wird das Volumen der diagnostischen Blutentnahmen reduziert, d.h. das Röhrchen wird nicht mehr ganz gefüllt.
    • Bei Operationen wird das Wundblut des Patienten über einen Cell Saver aufgefangen, gereinigt und dem Patienten wieder zugeführt. Diese sogenannte Maschinelle Auto-Transfusion (MAT) trägt bei Fällen von massivem Blutverlust dazu bei, überhaupt ausreichend Blut für Transfusionen bereitstellen zu können. Haben Patienten komplexe Antikörper, seltene Blutgruppen oder lehnen sie aus religiösen Gründen Fremdblutspenden ab, ist es oft die einzige Möglichkeit, um komplexe Operationen durchführen zu können.
      Die MAT kann am UKR auch bei Tumoroperationen eingesetzt werden. Hier wird das Blut, bevor es dem Patienten wieder zugeführt wird, zusätzlich noch bestrahlt.
        
  • Bluttransfusionen werden rational eingesetzt, also nur dann, wenn es medizinisch unbedingt erforderlich ist.
PBM wird am UKR unter Federführung der Klinik für Anästhesiologie und in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin umgesetzt. Aktuell befindet es sich noch in einer Pilotphase, wird aber nach und nach auf das ganze Haus ausgeweitet. 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 05.11.2019 | Online-Redaktion
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