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Angebote für Patienten mit Demenz und Delir

Werden Patienten mit demenziellen Vorerkrankungen wegen anderer gesundheitlicher Beschwerden am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) behandelt, sind Demenz und Delir (akute Verwirrtheit, die z.B. durch einen Klinikaufenthalt entsteht) nur Nebendiagnosen. Gerade diese aber machen den Krankenhausaufenthalt für Betroffene zu einer kritischen Situation, was ihren physischen und psychischen Zustand verschlechtern und sich auf die Genesung auswirken kann. Diese Patienten benötigen eine besonders individuelle und intensive Betreuung, die weit über die reguläre medizinisch-pflegerische Versorgung hinausgeht. Daher hat das UKR ein hausübergreifendes Demenz- und Delirkonzept entwickelt, um auch Patienten mit demenziellen Begleiterkrankungen bestmöglich versorgen zu können.

 

Informationen zum Krankheitsbild Delir

Was ist ein Delir?

Bei Patienten mit schweren Erkrankungen kann zusätzlich ein Delir auftreten. Dabei handelt es sich um einen Verwirrtheitszustand, der plötzlich auftritt und in der Regel nur vorübergehend ist

Was sind mögliche Anzeichen eines Delirs?

  • Störung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Denkvermögen und Bewusstsein
  • Unruhezustände oder Apathie
  • Stimmungsschwankungen im Tagesverlauf
  • Optische und akustische Halluzinationen

Was begünstigt das Auftreten eines Delirs?

  • Aufenthalt in ungewohnter Klinikumgebung
  • Schwere oder chronische Erkrankung
  • Starke Schmerzen, Stress, Infektionen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Entzug von Alkohol oder Medikamenten

Wie können Angehörige helfen?

  • Gewohnte Gesichter schaffen Orientierung in einer ungewohnten Umgebung. Besuchen Sie Ihren Angehörigen daher so oft wie möglich.
  • Wenn Ihnen neu auftretende Veränderungen im Verhalten Ihres Angehörigen auffallen, teilen Sie dies bitte dem Fachpersonal der Station mit.
  • Sprechen Sie in einfachen Sätzen. Formulieren Sie Fragen so, dass sie mit Ja/Nein beantwortet werden können.
  • Informieren Sie bei Bedarf über Ort, Tag und Uhrzeit.
  • Sorgen Sie für aktivierende Beschäftigung, beispielsweise durch Gespräche, Vorlesen von Zeitungen oder gemeinsame Kartenspiele.
  • Schaffen Sie eine angenehme Umgebung mit vertrauten Gegenständen wie Fotos, Lieblingskissen, Kalender o.ä.
  • Bringen Sie Lieblingslektüre oder Musik mit.
  • Nehmen Sie verletzende Aussagen oder Aggressionen nicht persönlich.
  • Bleiben Sie nach Möglichkeit an der Seite Ihres Angehörigen.

 
Kontakt für Rückfragen
Andrea Spiegler, M.Sc.
Pflegedirektion
Themenfeld Demenz und Delir
T: 0941 944-14750
andrea.spiegler@ukr.de

Mehr Info:
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Letzte Aktualisierung: 21.05.2021 | Online-Redaktion
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