Home > Service > Aktuelles
16.10.2018

Profitipps zur Händehygiene für die KiKuKids am UKR

Heute haben über 30 Kinder des Kindergartens KiKuKids am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) aus erster Hand gelernt, wie sie sich und ihre Familien vor Infektionskrankheiten schützen können: Professor Dr. Wulf Schneider und sein Team der Krankenhaushygiene des UKR erklärten den Mädchen und Jungen anschaulich den Zusammenhang zwischen richtiger Händehygiene und der Verbreitung von Krankheiten.

Herbstzeit ist Erkältungszeit: Zwar gelten bis zu zwölf leichte Infekte pro Jahr bei Kindergartenkindern und bis zu fünf Erkältungen bei Erwachsenen als normal – dennoch kann man mit der richtigen Händehygiene den ein oder anderen unangenehmen Schnupfen erfolgreich umschiffen. Wie das geht, hat Professor Dr. Wulf Schneider, Inhaber der einzigen Professur für Krankenhaushygiene in Bayern, heute gemeinsam mit den staatlich geprüften Hygienefachkräften Martina Ischar und Josef Hartenberger anschaulich Kindern des Kindergartens KiKuKids am Universitätsklinikum Regensburg erklärt.

„Typische Krankheiten im Kindergarten sind Erkältung, Grippe oder Magen-Darm-Infektionen. Das Ansteckungsrisiko lässt sich mit kinderleichten Hygienemaßnahmen verringern, diese müssen aber geübt werden“, verdeutlichte Professor Schneider, warum ihm der Besuch des Kindergartens am Herzen liegt. Die Hygienestunde bei den vier- sechsjährigen erfolgte kindgerecht: Neben dem Rhinovirus hatten die Hygieneexperten den Norovirus, die Grippe, Halsschmerzen und Husten als kuscheliges Anschauungsmaterial im Gepäck. Alles im Stofftiermodell und ohne jegliche Ansteckungsgefahr! „So konnten wir die Erreger für die Kinder sichtbar und begreifbar machen. Das war wichtig, um zu verdeutlichen, dass Bakterien und Viren keine abstrakte Erfindung sind, sondern real existieren“, begründete Josef Hartenberger das „Einschleppen“ der Stofftier-Mikroben in den Kindergarten. Um auch die echten Bakterien sichtbar zu machen, durften die Kinder auf Abklatschplatten einen Handabdruck hinterlassen, die nun in einem Brutschrank im Institut für Mikrobiologie und Hygiene des UKR gelagert werden. In zwei Tagen wird sich unübersehbar offenbaren, welche Keime zum ganz normalen Kindergartenalltag dazugehören. „Wir wollen vermitteln, dass Bakterien ein ganz natürlicher Teil unserer Umwelt sind, vor dem man sich nicht zu ekeln und dem man auch nicht mit übertriebener Hygiene zu begegnen braucht. Gleichzeitig kann aber jedes Kind die Verbreitung von Krankheitserregern vermindern“, erklärt Professor Schneider. 

Mitarbeiterkinder bringen Expertenwissen mit nach Hause

Mit Seifenblasen und Knete veranschaulichten die Hygieneexperten des UKR die Übertragungswege der Bakterien. Was zunächst nur an der eigenen Hand klebte, haben die Kinder schnell an Spielzeugen, Kleidungsstücken und der Brotdose des Spielkameraden wiedergefunden. Für die Jungen und Mädchen wurde so gut nachvollziehbar, warum es hygienischer ist, in den Ellenbogen statt in die Handfläche zu niesen oder zu husten. Die Kinder, deren Eltern größtenteils im UKR arbeiten, erfuhren auch, dass die Hygiene im Krankenhaus anders abläuft als zu Hause: In voller OP-Montur demonstrierte Josef Hartenberger die hygienische Händedesinfektion und informierte sie über die hygienischen Schutzmaßnahmen im UKR.

 

30 Sekunden Händewaschen schützt vor Kita-Keimen

Am folgenden Donnerstag bei den KiKuKids die zweite Hygienestunde an. Hier werden Fotos von den Bakterienbesiedlungen der Abklatschplatten gezeigt. „Wir erwarten bei den Kindern einen Aha-Effekt, wenn die Mikroorganismen ihrer Hände als Teppich auf den Abklatschpatten sichtbar geworden sind“, freut sich Martina Ischar, staatlich geprüfte Hygienefachkraft vom Institut für Mikrobiologie und Hygiene des UKR. Die Kinder erfahren an diesem zweiten Projekttag zudem, wie man sich eigentlich korrekt die Hände wäscht. „Am wichtigsten ist das gründliche, lange Einseifen der kompletten Hand, also auch zwischen den Fingern und an den Fingerspitzen. Das sollte eine halbe Minute dauern, die Zeit lässt sich prima mit einem Händewaschlied überbrücken“, empfiehlt Professor Schneider. Mittels UV-Licht können die Kinder testen, ob ihre Hände beim Waschen auch tatsächlich sauber geworden sind. „Wir legen im Kindergartenalltag großen Wert auf Händehygiene. Den Kindern fällt es leichter, das richtige, regelmäßige Händewaschen umzusetzen, wenn sie die Mechanismen dahinter verstehen. Das ist den Hygieneexperten des UKR hervorragend gelungen“, zieht die Kindergartenleiterin Alexandra Kieslich ihr Fazit.
 

IMPERIA::alt_image_home
© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Datenschutz
Letzte Aktualisierung: 16.10.2018 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Beruf und Karriere
Eingangsbereich
Universität Regensburg