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08.11.2018

MINT-Girls erobern die Zugspitze

Die Abschlussveranstaltung der MINT-Girls Regensburg führte Schülerinnen aus Ostbayern am 29. Oktober 2018 zur Umweltforschungsstation (UFS) auf der Zugspitze.

Die MINT-Girls Regensburg sind Teil einer Initiative der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH). MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und will Mädchen und jungen Frauen die spannende Welt dieser Fächer näherbringen sowie auf Studiengänge im natur- und ingenieurswissenschaftlichen Bereich neugierig machen.

Unter Anleitung von Dr. Rebecca Dechant (rechts) messen die MINT-Girls Veränderungen der Vitalwerte.
Unter Anleitung von Dr. Rebecca Dechant (rechts) messen die MINT-Girls Veränderungen der Vitalwerte.

Messungen in windiger Höhe

Gespannt und mit großem Wissensdurst im Gepäck traten die diesjährigen MINT-Girls ihre letzte Forschungsetappe an. Ziel der dreitägigen Exkursion war das Schneefernerhaus, ein ehemaliges Hotel, das heute die Umweltforschungsstation (UFS) beherbergt und etwa 300 Meter unterhalb des Gipfels der Zugspitze liegt. Dort werden zahlreiche Forschungsprojekte durch Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen durchgeführt. Diesen durften die Mädchen nun über die Schulter schauen und eigene Messungen und Versuche vornehmen.

Begleitet wurden sie dabei von den beiden Projektbetreuern Dr. Stephan Giglberger von der Fakultät für Experimentelle Physik der Universität Regensburg und Armin Gardeia, Diplom-Pädagoge der OTH. Da das diesjährige MINT-Projekt unter dem Thema "Medizin und Technik" steht, war erstmalig auch die Ärztin und Notärztin, Dr. med. Rebecca Dechant von der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg dabei, um die medizinischen Experimente zu betreuen.

Die MINT-Girls zu Gast auf Deutschlands höchstgelegener Forschungsstation, dem Schneefernerhaus.
Die MINT-Girls zu Gast auf Deutschlands höchstgelegener Forschungsstation, dem Schneefernerhaus.

Faszinierende Einblicke in die Höhenmedizin

Bereits auf der Anreise in der Zahnradbahn Richtung Schneefernerhaus haben die Mädchen wichtige Vitalparameter wie Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung gemessen und deren Veränderung   mit zunehmender Höhe beobachtet. Gemeinsam mit Dr. Rebecca Dechant führten sie zudem Messungen dieser Vitalfunktionen auf dem Fahrradergometer auf 2.656 Metern Höhe durch. Hierbei konnten die Schülerinnen interessante Daten ermitteln und Einblicke in die Höhenmedizin gewinnen. Diese ist ein Teilgebiet der sogenannten Alpinmedizin, welche sich mit Gesundheitsproblemen in den Bergen und Vorsorgemaßnahmen beschäftigt. Die Schülerinnen befassten sich vor allem mit der Höhenkrankheit und den Auswirkungen des niedrigeren Sauerstoffpartialdrucks im Hochgebirge auf den menschlichen Körper.

Selbstgebaute Messgeräte kamen zum Einsatz

Einige der Sonden zur Messung von Vital- und Umweltparametern wurden von den Mädchen in mehreren Workshops im Vorfeld selbst hergestellt und programmiert. Darunter waren beispielsweise Messgeräte zur Bestimmung der Atemfrequenz, des Hautwiederstands, UV-Licht- und EKG-Sensoren.

Ein weiteres Projekt auf der Umweltforschungsstation der MINT-Girls war die Beobachtung von Umwelt, Wetter und Klima. Die Schülerinnen stellten hierzu ihre selbst gebaute Wetterstation auf der Terrasse der Umweltforschungsstation auf und gewannen aufschlussreiche Wetterdaten. Mit speziellen Sensoren wurde die UV-Strahlung in der Höhe gemessen. Außerdem bauten sie gemeinsam mit der Physikstudentin Patricia Breunig Nebelkammern, durch die sie radioaktive Strahlung sichtbar machen konnten, und ermittelten die Feinstaubbelastung

Voll gepackt mit neu gewonnen Daten und Informationen ging es für die MINT-Girls am 2. November 2018 in die OTH, wo sie ihre Ergebnisse im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier präsentieren konnten.

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Letzte Aktualisierung: 08.11.2018 | Online-Redaktion
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