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26.11.2018

Regensburger Unfallchirurgen laden zum Symposium zu translationaler regenerativer Medizin

Vom 30. November bis 1. Dezember 2018 lädt die Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Regenburg (UKR) zum Symposium „Translation in Regenerative Medicine (TIRM)“ in die Continental Arena Regensburg ein. Die mit internationalen Referenten besetzte Fortbildungsveranstaltung widmet sich aktuellen Forschungsergebnissen der Regenerativen Medizin zum Vorderen Kreuzband sowie deren Integration in die klinische Praxis.

Schon eine falsche Bewegung im Fußball oder beim Skifahren kann zu einer Ruptur des Vorderen Kreuzbands führen. Mit dieser häufigsten Verletzung einer ligamentären Struktur des Kniegelenks beschäftigt sich am ersten Adventswochenende das TIRM-Symposium in Regensburg. Über 50 Referenten von internationalem Ruf werden hier thematisieren, wie Verletzungen des Vorderen Kreuzbands mit regenerativer Medizin therapiert werden können. Die regenerative Medizin erforscht als junges Feld der Biomedizin Zusammenhänge von Erkrankungen des Bindegewebsapparats und will mit unterschiedlichen experimentellen Strategien Lösungen für klinische Probleme finden – zum Beispiel, indem  menschliches Gewebe möglichst nah am Original im Labor hergestellt wird, um es Patienten zu transplantieren. Um Therapien auf Basis der regenerativen Medizin zu entwickeln und bestehende klinische Konzepte zu verfeinern, ist ein permanenter Informationsaustausch zwischen Grundlagenwissenschaftlern, Unfallchirurgen,  Orthopäden, Sporttherapeuten sowie Anbietern biomedizinischer Produkte notwendig.

Das Symposium TIRM 2019 versteht sich als Plattform für eine solche interdisziplinäre Diskussion. „Gemeinsam mit Referenten unter anderem aus den USA, Australien und Großbritannien werden wir auf der TIRM das Potential der regenerativen Medizin im Bereich des Vorderen Kreuzbands erschließen und neuartige klinische Konzepte für entsprechende Therapien vorschlagen“, kündigt Professor Dr. Denitsa Docheva, Inhaberin der Professur für Experimentelle Unfallchirurgie an der Universität Regensburg, an. Die Präsidentin der European Orthopaedic Research Society (EORS) hat gemeinsam mit Professor Dr. Peter Angele, Inhaber der Professur für Regenerative Gelenkchirurgie der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, den Vorsitz des TIRM-Symposiums inne. „Auf dem TIRM werden wir aktuelle Aspekte der Biomechanik sowie der chirurgischen Eingriffe und den aktuellen Stand der Forschung rund um das Vordere Kreuzband präsentieren. Wir freuen uns, dafür mit weltweit renommierten Grundlagenwissenschaftlern, Klinikern, Sporttraumatologen und Physiotherapeuten das Who-is-who der internationalen Kreuzbandchirurgie und -versorgung als Referenten gewonnen zu haben“, ergänzt Professor Dr. Peter Angele.

Schwerpunktthemen des TIRM 

Das Symposium befasst sich an zwei Tagen mit der Anatomie und (Patho-)Physiologie, den zellulären und molekularen Mechanismen sowie der Ruptur und Reparatur des Vorderen Kreuzbands. Es wird Vorträge zu Verfahren zum Erhalt der Bänder, zur Vorbeugung von Verletzungen und Rerupturen sowie zur konservativen Behandlung von Verletzungen des Vorderen Kreuzbands geben. Die Referenten thematisieren darüber hinaus Techniken zur Substitution von Bändern, Gründe für das Scheitern bei der Rekonstruktion des Vorderen Kreuzbands und Komorbiditäten, die zum Versagen der Rekonstruktion und Behandlung des Vorderen Kreuzbandes führen.

Hintergrund

Die regenerative Medizin und damit auch die Wiederherstellung von Sehnengewebe möglichst nah am Original gehören zu den Forschungsschwerpunkten der TIRM-Organisatoren Professor Dr. Denitsa Docheva und Professor Dr. Peter Angele. Beide leisten aktuell unter anderem im Rahmen des von der EU mit 250.000 Euro geförderten Projekts „Horizon 2020 – Das WIDESPREAD Twinning: Spreading Exellence and Widening Participation“ mit ihrer Expertise bei der Zell- und Molekularbiologie sowie der Gentherapie im Bereich der Sehnen über Workshops und Konferenzen einen Technologietransfer nach Portugal, um die Forschungs- und Innovationsbereiche der Therapien für Sehnenerkrankungen zu stärken.

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Letzte Aktualisierung: 26.11.2018 | Online-Redaktion
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