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31.01.2018

Gelebte Integration von akademisierten Pflegefachkräften – Das UKR am Puls der Zeit

23 Studierende der Studienrichtungen Pflegemanagement und Pflege dual der Katholischen Stiftungshochschule München folgten mit ihren Dozenten am 30.01.2019 der Einladung der Pflegedirektion an das Universitätsklinikum nach Regensburg, um sich vor Ort über die am UKR gelebten Konzepte zur Integration von hochschulisch ausgebildeten Pflegefachpersonen zu informieren. Bei den akademisch ausgebildeten Pflegefachkräften, insbesondere den Studierenden der Fachrichtung Pflege dual, bestehen oft Unsicherheiten, wie ihre berufliche Zukunft in den einzelnen Organisationen aussehen wird und wie sich das in der Theorie erlernte Wissen erfolgreich in die Praxis integrieren lässt. Ziel der Veranstaltung war es daher, den Studierenden Einsatzmöglichkeiten und Berufsperspektiven nach dem Studienabschluss aufzuzeigen. Zeitgleich konnten aber auch die Erwartungen von Arbeitgeberseite an die Studierenden formuliert werden.

Das UKR hat für akademisch ausgebildete Pflegefachkräfte einiges zu bieten:

Bereits vor einigen Jahren wurde ein Konzept zur Akademisierung der Pflege am UKR entwickelt. Neben den theoretischen Grundlagen konnten die Besucher Einblicke in ein bereits abgeschlossenes Pflegeforschungsprojekt zur Katheter-assoziierten Sepsis erhalten, das auf der Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I erfolgreich realisiert wurde. Erwähnt wurde hierbei besonders auch die in der Praxis gelebte interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflege- und Ärzteschaft.

Zusätzlich erhielten die Studierenden Informationen zu weiteren konzeptuellen Praxisbeispielen am UKR. Hier bietet z.B. ein Traineeprogramm die Möglichkeit für talentierte Nachwuchskräfte, sich mit Management- und Führungskompetenzen vertraut zu machen und Organisations- und Ablaufstrukturen am UKR kennenzulernen. Dieses Modell hat bereits mehrere Pflegefachkräfte inspiriert, sich für ein Pflegemanagement-Studium zu entscheiden und die Aufgaben einer pflegerischen Leitung zu übernehmen.

Zweimal jährlich findet ein Netzwerk Pflegestudium statt. Studierende aus unterschiedlichen Pflegestudiengängen haben dabei die Möglichkeit, einen aktiven Austausch zu unterschiedlichen studienrelevanten Themen zu führen und sich untereinander zu vernetzen. Aber auch die Bearbeitung konkreter Fragestellungen zu spezifischen Pflegethemen spielt hierbei eine Rolle. Zudem haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, studienspezifische Fähigkeiten wie z.B. die Durchführung einer Literaturrecherche zu vertiefen.

Auch die Umsetzung von Expertenstandards, u.a. in den Bereichen Demenz/Delir oder Sturzprophylaxe und Dekubitusmanagement, wurden durch die Implementierung von Stabstellen im Bereich der Pflegeentwicklung realisiert. Hier arbeiten akademisch ausgebildete Pflegekräfte an der zuverlässigen Umsetzung der aktuellsten Standards in den Stations- und Funktionseinheiten und an der kontinuierlichen Verbesserung von Maßnahmen für sturz- oder dekubitusgefährdete Patienten sowie für Personen, die von einem Delir oder einer dementiellen Erkrankung betroffen sind. Die Durchführung regelmäßiger Audits in Zusammenarbeit mit der Stabsabteilung Qualitätsmanagement dient dabei der Qualitätssicherung.

Die Schülerinnen konnten sich am UKR über die Einsatzmöglichkeiten und Berufsperspektiven nach dem Studienabschluss informieren.
Die Schülerinnen konnten sich am UKR über die Einsatzmöglichkeiten und Berufsperspektiven nach dem Studienabschluss informieren.

Die Arbeit nach neusten wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen muss auch vor dem Hintergrund der Qualitätssicherung betrachtet werden und dient als Qualitätskriterium für deren Adressaten. Im medizinischen Sektor wurde bereits nachgewiesen, dass evidenzbasierte Praxisrichtlinien und Standards zu mehr Patientenzufriedenheit, besseren Patientenergebnissen und einer höheren Qualität in der Gesundheitsversorgung führen. Dass die Integration von evidenzbasierten pflegerischen Erkenntnissen zukünftig einen noch größeren Stellenwert bei der pflegerischen Versorgung der Patienten einnimmt, kann insbesondere auch durch den Einsatz von akademisch ausgebildeten Pflegekräften gelingen.

Die Besucher erhielten nach Vorstellung der verschiedenen Konzepte Exkurse in die Praxis. So konnten sie sich in den Stationseinheiten direkt vor Ort ein Bild verschaffen, wie die Konzepte in der Praxis gelebt werden.

Bei einem interaktiven Austausch zwischen Studierenden und akademisch ausgebildeten Pflegekräften des UKR wurden anschließend noch ausführlich alle Fragen der Studierenden beantwortet.

Teilnehmer sowohl der Katholischen Stiftungshochschule München als auch des UKR zogen am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. Bei den Studierenden konnten Ängste hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft abgebaut und mittels konkreter Praxisbeispiele aufgezeigt werden, dass ihr Studium keine Sackgasse darstellt. Aber auch die Verantwortlichen am UKR erhielten Einblicke in die Wünsche und Erwartungen von Seiten der Studierenden. Unter dem Aspekt der Gewinnung von akademisch ausgebildeten Pflegekräften ist es für die Verantwortlichen des UKR eine Selbstverständlichkeit, diese bei der Weiterentwicklung der verschiedenen Konzepte zu berücksichtigen. So bleibt das UKR auch weiterhin bei der Integration von Forschung in die Praxis am Puls der Zeit.

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Letzte Aktualisierung: 31.01.2019 | Online-Redaktion
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