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31.01.2019

Hilfe bei Gelenkschäden

Am UKR stehen alle gängigen arthroskopischen Verfahren zur Verfügung.

Wie behandelt man erkrankte und verletzte Gelenke schonend? Diese Frage möchte der erste Tag der Arthroskopie beantworten, der am 1. Februar 2019 von Ärzten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgerufen wird.

Einmal falsch aufgetreten und umgeknickt, schon ist es passiert: Die Bänder werden überdehnt, Knorpel und Schleimhaut können Schaden nehmen – kurzum, das Sprunggelenk wird instabil. Wie wichtig die Gelenke für unsere Beweglichkeit sind, merkt man oft erst bei einer entsprechenden Erkrankung oder Verletzung. Dabei werden unsere Gelenke täglich und bei jeder Bewegung beansprucht. Um bis ins hohe Alter fit und beweglich zu bleiben, bilden gesunde Gelenke daher eine wichtige Voraussetzung. Ein schonendes therapeutisches Verfahren bei Gelenkschäden bildet die Arthroskopie. Um über die Behandlungsmöglichkeiten dieses modernen Verfahrens aufzuklären, hat die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) die Initiative "Arthroskopie hilft" gestartet und in diesem Rahmen den 1. Februar als nun jährlich stattfindenden Tag der Arthroskopie ausgerufen. Betroffenen in Niederbayern und der Oberpfalz steht das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) mit allen gängigen arthroskopischen Verfahren als Behandlungspartner zur Verfügung.
Für die meisten Menschen ist es heute selbstverständlich, auch noch im hohen Alter möglichst aktiv und ungehindert am Leben teilnehmen zu können. "Die Therapie von Gelenkverletzungen und –erkrankungen zählt entsprechend zu den häufigsten medizinischen Behandlungen. Bei den operativen Eingriffen geht die Entwicklung dabei immer mehr weg von offenen Operationen, hin zu minimal-invasiven arthroskopischen Verfahren", erläutert Professor Dr. Michael Nerlich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR.

Patienten profitieren von schonendem Verfahren

Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen des Knie-, Schulter-, Ellbogen-, Hand-, Hüft- und Sprunggelenks können derzeit am UKR mit allen modernen arthroskopischen Verfahren behandelt werden. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff Arthroskopie? Die Arthroskopie meint eine minimal-invasive Operationsmethode. Dem Prinzip der Schlüssellochchirurgie folgend, wird über einen kleinen Hautschnitt eine Kamera ins Gelenk eingeführt. Die Kamera überträgt in Echtzeit Bilder auf einen Monitor, über den die behandelnden Ärzte die Schäden identifizieren können. Über wenige weitere Hautschnitte können dann spezielle chirurgische Instrumente eingebracht und mit angepassten Operationstechniken das Problem am Gelenk gezielt behandelt werden. Durch die Kamera werden alle Behandlungsschritte überwacht.
Die minimal-invasive Technik hat heute bereits bei vielen Indikationen die offene Operation am Gelenk abgelöst. Patienten profitieren von den Vorteilen der schonenden Behandlung, wie Professor Nerlich erklärt: "Der Zugang zum Operationsgebiet ist sehr klein, weshalb Patienten weniger postoperative Schmerzen erleiden und auch nach dem Eingriff viel schneller mobil sind. Die geringe Wundfläche senkt außerdem das Infektionsrisiko und trägt zu einer geringen Narbenbildung bei."
Bei wem die Arthroskopie angebracht ist, entscheiden die Ärzte des UKR individuell und immer im gemeinsamen Gespräch mit dem Patienten. Generell wird ein operativer Eingriff, ob Arthroskopie oder offene Operation, immer erst in Erwägung gezogen, wenn alle konservativen Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie oder medikamentöse Behandlung ausgeschöpft sind.

Medizinischer Fortschritt und eine starke Vernetzung – Behandlungskonzept am UKR

Um die filigranen und kleinteiligen arthroskopischen Behandlungsmöglichkeiten vorhalten zu können, müssen die ärztlichen Mitarbeiter speziell weitergebildet sein. Neben dieser personellen Expertise trägt das Universitätsklinikum Regensburg auch selbst aktiv zum medizinischen Fortschritt der gelenkchirurgischen Behandlungsmethoden bei. Durch viele Studien und wissenschaftlichen Projekte werden bestehende Verfahren optimiert und neue Möglichkeiten aufgedeckt und weiterentwickelt. Durch ein eng verflochtenes regionales Versorgungsnetzwerk trägt das UKR zudem dazu bei, dass die neuesten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse ihren Weg zu den Ärzten in ganz Ostbayern finden, um den Patienten eine optimale Versorgung zu ermöglichen.

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Letzte Aktualisierung: 01.02.2019 | Online-Redaktion
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