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15.03.2019

Ob Frau oder Mann, jeder muss auf sich achtgeben

Unter dem Motto „Achtsamkeit auf alle“ versammelten Professor Dr. Karin Pfister, Leiterin der Abteilung für Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg (UKR), und Professor Dr. Marianne Federlin, Frauenbeauftragte der Fakultät der Medizin der Universität Regensburg, Experten, um einen Einblick über Maßnahmen zur Sicherheit am Klinikarbeitsplatz zu geben. Die gestrige Veranstaltung war ein Nachtrag zum Weltfrauentag.

Steigende Herausforderungen und Termindruck im Job. Faktoren, die in unserer heutigen Arbeitswelt oftmals an der Tagesordnung zu stehen zu scheinen. Sie beeinflussen jeden Arbeitnehmer, ob Frau oder Mann. Und genau an diesem Punkt gilt es den Hebel der Achtsamkeit anzusetzen. Ein Thema, das dem Universitätsklinikum Regensburg als Arbeitgeber ein zentrales Anliegen ist. Das UKR bietet Jobs in vielen Betätigungsfeldern. Vom Lager über die Verwaltung bis hin zur Pflege und den medizinischen Fachbereichen. Dabei lohnt es sich bei gewissen Tätigkeiten genau zu unterscheiden, ob sie von einer weiblichen oder einem männlichen Kollegen ausgeführt wird. Wie in jedem Beruf gibt es auch an Krankenhäusern eine Risikobewertung, die mit den täglichen Aufgaben einhergeht. Dabei sind die möglichen Risiken nicht immer gleich, es gilt immer, sie zu vermeiden und auf ein Minimum zu reduzieren. "Das Motto ‚Achtsamkeit auf alle‘ ist sehr passend gewählt, da wir unbedingt besser aufeinander aufpassen müssen. Gerade das ist bei den momentanen Umwelteinflüssen im Job eine große Herausforderung", sagt Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber in Vertretung von Schirmherrin und Staatsministerin Kerstin Schreyer. Man müsse für ein gutes und sicheres Zusammenleben großen Wert auf den Umgang miteinander legen, ergänzt Professor Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg.

 Der Mensch im Mittelpunkt

Von Kopf bis Fuß stellten die Referenten der Veranstaltung „Achtsamkeit auf alle“ mögliche Risiken im Klinikalltag vor. Den Anfang machte Chefarzt Dr. Hartmut Görtz, der Strahlenbelastungen und damit verbundene, mögliche Erkrankungen in den Mittelpunkt stellte. Beispielsweise im OP sind Mitarbeiter regelmäßig Röntgenstrahlen ausgesetzt. Daraus können bei unsachgemäßem Umgang auch spätere Erkrankungen resultieren. Mit einfachen Mitteln wie Strahlenschutzbrillen, -visieren oder einem Streustrahlenschutz kann man die Mitarbeiter aber schützen. 
Professor Dr. Bernd Salzberger referierte zum Thema „Krankenhauskeime – Eine Gefahr für Mutter und Kind?“. Er konnte die Zuhörer jedoch gleich beruhigen, da heutzutage Infektionen im Vergleich zu früher eine deutlich geringere Rolle spielen. Einzig bei Frühgeburten sei ein etwas erhöhtes Risiko für Infektionen vorhanden. Um achtsam auf Mutter und Kind zu sein, wird zudem der Mutterschutz am UKR großgeschrieben. Mit Bekanntwerden einer Schwangerschaft greifen spezielle Regelungen, geeignete Einsatzbereiche werden für die werdende Mutter gesucht, um ein mögliches Infektionsrisiko zu minimieren. In ihren Vorträgen „Anästhesie ist ohne Risiko“ und „Chirurgie macht immer Spaß?“ schilderten PD Dr. Barbara Sinner und PD Dr. Christina Hackl Arbeitssituationen im OP-Alltag, bei denen eine gemeinsame Achtsamkeit unabdingbar ist. Dr. Hackl erklärte die Maßnahmen am UKR, durch die ihre Leitfrage im Vortrag mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden konnte. 
Mit Vorurteilen zu Medikamenten zur Blutgerinnung räumte Professor Dr. Birgit Linnemann auf und stellte den Anwesenden den neusten Stand der Forschung vor. Zum Abschluss gab Urologe Professor Dr. Maximilian Burger dem, zumeist weiblichen Auditorium noch mit auf den Weg, die Damen möchten doch auch auf ihre Männer aufpassen und sie regelmäßig zur Prostata-Vorsorge schicken.
Denn eines gilt für Frauen und Männer gleichermaßen: Niemand ist unverwundbar und daher ist „Achtsamkeit auf alle“ unbedingt angebracht.
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Letzte Aktualisierung: 15.03.2019 | Online-Redaktion
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