Home > Service > Aktuelles
15.04.2019

Live am Puls der Medizin

So also sieht ein hochmoderner OP von innen aus. Die Besucher durften einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Etwas über 1.000 Besucher nahmen die Chance wahr, bei der fünften Auflage von NACHT.SCHAFFT.WISSEN. interessante Einblicke in den Alltag des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) zu erhalten. Wie sieht es in einem OP aus? Was hat die Leichensektion in der Literatur eigentlich mit der Realität zu tun? Und für Kinder ganz wichtig: Wie geht es meinem Kuscheltier? Alles in Allem eine hervorragende Möglichkeit für einen Blick hinter die Kulissen.

Regensburg: die Geschlechtertürme, das Alte Rathaus mit seinem Reichssaal und der Folterkammer, der Dom und die weltberühmte Steinerne Brücke. Die Stadt an der Donau geizt wahrlich nicht mit ihren Reizen. Dabei ist sie bei weitem mehr als nur eine schöne Kulisse. Sie ist modern, bei Studenten aus aller Welt beliebt und sie ist einer der Top-Wirtschafts- und -wissenschaftsstandorte in ganz Bayern. Kurzum: Regensburg befindet sich auf der schöpferischen Überholspur.
Das beweist auch das bei den Regensburgern beliebte Format NACHT.SCHAFFT.WISSEN.. Ortsansässige Unternehmen präsentierten am Freitag, 12. April 2019, von 18:00 bis 24:00 Uhr ihre Schaffenskraft. Klar, dass auch das Universitätsklinikum Regensburg die Nacht zum Tag gemacht und den vielen Besuchern Einblicke hinter Türen ermöglicht hat, die normalerweise verschlossen bleiben.
Ist mein Kuscheltier wirklich krank? Kinder konnten ihre Lieblinge einmal durchleuchten lassen.
Ist mein Kuscheltier wirklich krank? Kinder konnten ihre Lieblinge einmal durchleuchten lassen.

 

Was passiert bei einer Transplantation? Wie funktioniert der kleinste Herzschrittmacher der Welt? Zu Gast am „Tatort Universitätsklinikum – Leichensektion in Medizin und Literatur“ und im „Blind Date mit der Stammzellenspende“. NACHT.SCHAFFT.WISSEN. hat so manche Frage aufgeworfen, um sie im Gegenzug zu beantworten und plausibel zu erklären. Die medizinischen Experten lieferten den UKR-Besuchern einen spannenden Einblick in den vielseitigen Arbeitsalltag bei einem der größten Arbeitgeber der Region. Das Team der Klinikhygiene gab bereits am Nachmittag kinderleichte Tipps, wie man sich richtig die Hände wäscht, um eventuelle Krankheitserreger gar nicht erst in Versuchung kommen zu lassen. Ebenfalls an Kinder gerichtet waren die Themenblöcke „Von guten und bösen Mikroben: Wie Viren und Bakterien unser Leben bestimmen“ und „Ein gesunder Rücken macht stark“. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sein Kuscheltier von innen aussieht, war beim Kuscheltierröntgen genau richtig. Bei den Kuscheltieren konnte das medizinische Fachpersonal  jedoch Entwarnung geben, denn außer starken Druckstellen durch exzessives Kuscheln war kein Befund erkennbar, so dass auch keines der Tiere stationär behandelt werden musste. Nebenbei entdeckten die Besucher auf einer Führung durch die Röntgendiagnostik, wie welche Körperteile bestmöglich für die perfekte Aufnahme in Szene gesetzt werden müssen.
Eine Besonderheit war mit Sicherheit die Möglichkeit, einen Hybrid-OP zu besichtigen. Dieser hochmoderne Operationssaal ist mit bildgebenden Anlagen wie etwa einem Computertomographen (CT) und Angiografieanlagen (radiologische Darstellung von Gefäßen) ausgestattet und ermöglicht minimalinvasive Eingriffe (schonende Eingriffe, die oft nur über einen kleinen Hautschnitt durchgeführt werden).

Zwischen Tatort, Transplantation und TAVI

Für alle Krimi-Fans bei NACHT.SCHAFFT.WISSEN. war der Große Hörsaal Schauplatz Nummer eins. Professor Dr. Christoph Brochhausen vom Institut für Pathologie der Universität Regensburg und Professor Dr. Marcus Hahn vom Institut für Germanistik an der Universität Regensburg nahmen die Besucher mit an den „Tatort Universitätsklinikum“. Der Vortrag „Leichensektion in Medizin und Literatur“ bot einen spannenden und manchmal auch humorvollen Einblick in die Arbeit der Pathologie und klärte zudem auf, warum Pathologen und Gerichtsmediziner zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind und welche Gedichte von Gottfried Benn, Mediziner und bedeutender Dichter, als Blaupause für die Vorgehensweise einer Obduktion dienen.
Spritzig-witzig ging es beim Short-Science-Slam zu, bei dem Ärzte ihre medizinische Disziplin in nur fünf Minuten für Jedermann erklären mussten.

Viele Besucher ließen sich die Chance nicht entgehen und blickten hinter die Kulissen des UKR.
Viele Besucher ließen sich die Chance nicht entgehen und blickten hinter die Kulissen des UKR.

 

Mit ernsten und ebenso wichtigen Themen beschäftigten sich unter anderem die Vorträge „Arzneimittelfälschung – ein neues Millionengeschäft?“, „Theragnostik: Was die Nuklearmedizin heute in Diagnostik und Therapie leistet“ sowie High-Tech Neurochirurgie und „TAVI – Herzklappenersatz ohne Schnitt“. Um die Volkskrankheit Rücken drehte sich der Vortrag „Was tun bei Bandscheiben- und anderen Wirbelsäulenproblemen?“.

An zahlreichen Infotischen im Eingangsbereich konnten sich die Besucher zudem mit allerlei nützlichem Wissen eindecken. Experten aus Chirurgie, Kieferorthopädie, Klinikhygiene, der Inneren Medizin I sowie aus der Pflege beantworteten Fragen und klärten unter anderem auch über eine richtige, gesunde Ernährung auf. Auch die Leukämiehilfe Ostbayern gewährte einen Einblick in das Patientenhaus. Wer sich für das UKR nicht nur als Krankenhaus, sondern auch als Arbeitgeber interessierte, der konnte sich natürlich ebenfalls die nötigen Informationen einsammeln. Bleibt als Fazit, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war, bei der sich das UKR seinen Besuchern präsentieren konnte.

IMPERIA::alt_image_home
© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Datenschutz
Letzte Aktualisierung: 15.04.2019 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Beruf und Karriere
Eingangsbereich
Universität Regensburg