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10.05.2019

Der Kampf um das XX oder die Rettung des Professors

Studierende der Akademie für Darstellende Kunst (ADK) Bayern verwandelten die Kinder-Universitätsklinik Ostbayern (KUNO) am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) heute in die Kulisse für einen Kampf zwischen den Welten.

Besucher der KUNO-Klinik am UKR hätten heute Mittag denken können, sie wären in einem Filmset für eine Science-Fiction-Produktion gelandet. Die Weltherrscherin war gekommen, um das geheimnisvolle XX zu klauen, das in der Klinik versteckt war. Mutige Agenten stellten sich gegen die Herrscherin und ihre Unterstützer, um in einem spektakulären Kampf zwischen Gut und Böse das XX zu schützen. Eine aufregende Aufführung, die die ADK Bayern am heutigen Freitag, 10. Mai 2019, für die kranken Kinder und Jugendlichen der KUNO-Klinik am UKR inszeniert hat. Was vor drei Jahren als besondere Aktion zum Tag der Theaterpädagogik begann, hat sich nun bereits als regelmäßiger Termin etabliert.      

KUNO-Direktor Professor Melter wird entführt.
KUNO-Direktor Professor Melter wird entführt.
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"Das Theaterstück ist für unsere jungen Patienten eine ganz besondere Abwechslung im Klinikalltag. Es freut mich daher sehr, dass die ADK Bayern uns nun schon zum dritten Mal besucht. Auch wenn ich dabei immer nur haarscharf gerettet werden kann", freut sich KUNO-Direktor Professor Dr. Michael Melter. So hatte er auch in diesem Jahr wieder Glück, dass ihn die Agenten schützen konnten. Es stellte sich nämlich heraus, dass es sich bei dem geheimnisvollen XX um den Professor persönlich handelte.

Möglichst alle Kinder sollen sich an der Aufführung freuen 

Die Theaterstücke werden jedes Jahr von Studierenden der Regie und der Theaterpädagogik zusammen mit ihren Dozenten konzipiert. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass möglichst alle Kinder und Jugendlichen die Aufführung ansehen können. In der KUNO-Klinik am UKR werden Kinder- und Jugendliche mit komplizierten Verletzungen, Erkrankungen des Blutes, der Leber und der Gallenwege, mit Krebserkrankungen, Gefäßfehlbildungen oder bei Organversagen versorgt. Aufgrund dieser schweren Krankheiten können viele der jungen Patienten ihr Bett nicht verlassen. Andere Kinder, die beispielsweise aufgrund einer Stammzelltransplantation über ein geschwächtes Immunsystem verfügen, sind in Isolationszimmern untergebracht. Diese Umstände stellen in der Konzeption eines Theaterstücks besondere Herausforderungen dar, die die ADK Bayern bei ihren Überlegungen für den Theatertag im UKR mit einbezogen hat. Dementsprechend spielte das Theater nicht in den Klinikräumen, sondern draußen vor dem Krankenhaus, so dass alle Patienten von ihren Zimmern aus zusehen konnten. Der Ton wurde über Walkie-Talkies in die Zimmer übertragen. "Es ist uns wichtig, dass möglichst viele Kinder sich an unserer Aufführung freuen können. Schließlich ist es für uns der größte Lohn, den Kindern ein Leuchten in die Augen zu zaubern und sie für einen Moment von der Krankenhausroutine ablenken zu können", erklärt Bettina Schönenberg, Dozentin für Theaterpädagogik an der ADK Bayern, ihre Motivation.  

Am Ende siegt das Gute.
Am Ende siegt das Gute.
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Kampf um das XX

Letztes Jahr wollte der Schurke Professor Fussel Professor Melter entführen, da ihn seine schlimmen Zahnschmerzen zu sehr vom Bau seiner Geheimwaffe abhielten. Im letzten Moment gelang es den Agenten, Professor Melter zu retten. Ähnlich erging es dem KUNO-Direktor auch dieses Mal. Die Weltherrscherin wollte gemeinsam mit der fiesen Agentin Fluse KUNO überfallen, um zur Festigung ihrer Machtposition das XX zu finden. Da Fluse aber nicht wusste, um was es sich dabei handelt, hat sie viele verschiedene Dinge aus dem Krankenhaus gebracht, zuletzt auch Professor Melter. 

Die vielen Gegenstände vor der Klinik erinnerten an einen Flohmarkt, zu dem auch gleich Besucher kamen. Diese gerieten zwischen die Fronten von Gut und Böse, als die Agentin Swiffer und ihr Azubi versuchten, die Weltherrscherin in die Flucht zu schlagen. Zum Glück handelte es sich beim XX um Professor Melter, der nach dem erfolgreich überstandenen Kampf die verletzten Flohmarktbesucher gleich verarzten konnte.

Nach der Aufführung besuchten die Schauspieler die jungen Patienten dann noch persönlich auf ihren Zimmern und spielten für sie die ein oder andere Szene nach.  

 

 

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Letzte Aktualisierung: 10.05.2019 | Online-Redaktion
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