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12.10.2020

„COVID Kids Bavaria“: Studie in der Region gestartet

Die Studie „COVID Kids Bavaria” soll Medizinern und Wissenschaftlern dabei helfen, Erkenntnisse über das Virus bei Kindern zu erhalten. Dazu werden in verschiedenen Kinderbetreuungseinrichtungen freiwillige Rachenabstriche gemacht.

Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) setzt die vom Freistaat geförderte Studie „COVID Kids Bavaria“ in der Region Ostbayern um. Die Mediziner besuchen in den kommenden Monaten Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Niederbayern und der Oberpfalz, um freiwillige Rachenabstriche bei Kindern vorzunehmen.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 begleitet das öffentliche Leben weiterhin. Jedoch ist die Politik bestrebt, auch bei steigenden Infektionszahlen flächendeckende Stilllegungen möglichst zu vermeiden und den Betrieb von Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen aufrechtzuerhalten. Um zugleich mehr über das Virus SARS-CoV-2 und deren Verbreitung unter Kindern zu erfahren, starteten die bayerischen Universitätsklinika im Juli dieses Jahres die Studie „COVID Kids Bavaria“. Im Rahmen dieser Studie untersuchen die Kinderkliniken der sechs Bayerischen Universitätsklinika bis Anfang Februar 2021 gemeinsam an etwa 150 Kinderbetreuungseinrichtungen und Grundschulen im ganzen Freistaat, wie viele Kinder infiziert sind und ob sie Symptome aufweisen. Aber auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit wie die Auswirkungen der Pandemie auf die Befindlichkeit und medizinische Versorgung von Kindern sollen untersucht werden.

In Ostbayern übernimmt diese Aufgaben die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKR. Die Mediziner besuchen insgesamt 21 Einrichtungen in ganz Ostbayern und nehmen im zeitlichen Abstand von etwa zwei Monaten jeweils drei Rachenabstriche bei den mitwirkenden Kindern. „Die Infektiosität bei Kindern ist eine wichtige Schlüsselfrage in der Bekämpfung der Pandemie. Wir sind froh und stolz, im Rahmen der bayernweiten Studie voran zu gehen und einen wichtigen Beitrag zum ‚Puzzle COVID-19‘ leisten zu können“, so Professor Dr. Michael Melter, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKR.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Um dem Corona-Virus begegnen zu können, brauchen wir die Unterstützung unserer Universitätsklinika in der Forschung und klinischen Praxis. Die Arbeit unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Grundlage dafür, dass wir das neuartige Virus besser verstehen können. Studien wie ‚COVID-Kids-Bavaria‘ helfen uns, passende Maßnahmen zu ergreifen, um die Pandemie einzudämmen und unsere Gesundheit möglichst gut zu schützen.“

Testung nur auf freiwilliger Basis

Zentrale Frage der Studie ist es, ob junge Kinder in Kinderbetreuungsstätten oder der Grundschule ein erhöhtes Risiko bergen, Hort für eine Ausbreitung des Coronavirus zu sein, und wie man dem gegebenenfalls entgegenwirken kann. Um sich über Infektionszahlen und Symptomatik einer COVID-19-Erkrankung bei Kindern ein möglichst breites Bild zu verschaffen, sind die Mediziner und Wissenschaftler jedoch auf die Mithilfe der Eltern angewiesen, da die Teilnahme an der Studie freiwillig ist. „Wir möchten die Eltern bitten, uns bei dieser Studie zu unterstützen. Je mehr Daten wir über das Virus erheben können, desto mehr Rückschlüsse ergeben sich daraus“, so Professor Dr. Melter. Die Probenabnahme erfolgt stichprobenartig und wird bei Kindern im Alter von einem bis zehn Jahren sowie bei Erziehern und Lehrern durchgeführt. Darüber hinaus sollen durch die Studie auch weitere Erkenntnisse zur Auswirkung der Pandemie auf Befindlichkeit und medizinische Versorgung der Kinder untersucht werden. Die Auswertung der Daten soll bis Ende März 2021 abgeschlossen sein.

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Letzte Aktualisierung: 13.10.2020 | Online-Redaktion
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