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Pflegedienst

Sitzwachen: Vermittler zwischen Patient und Pflege

Patienten, die einen schweren Eingriff hinter sich haben oder an neurologischen Erkrankungen leiden, benötigen oft eine besonders intensive Betreuung. Gerade dann ist es wichtig, dass sie sich in der Klinikumgebung sicher und wohl fühlen. Deshalb kann am UKR, zusätzlich zur pflegerischen Versorgung dieser Patienten, eine Sitzwache angefordert werden.   

Die Sitzwache ist während des Betreuungszeitraums in der Klinik stets an der Seite des Patienten und informiert das Pflegepersonal über dessen aktuellen Zustand. Diese Eins-zu-Eins-Betreuung ist also sowohl eine große Unterstützung für den Patienten und dessen Angehörige, als auch für die Station.

In welchen Fällen können Sitzwachen eingesetzt werden?

Dies betrifft hauptsächlich:

  • Patienten nach Carotis-OP, Herzkathetereingriffen oder
    Stent-Anlagen
  • Patienten mit akuten oder chronischen Verwirrtheitszuständen (z.B. Delir, Demenz)
  • Patienten, die sich selbst gefährden könnten

Wie kann man eine Sitzwache für einen Patienten anfordern?

Der Einsatz einer Sitzwache erfolgt auf ärztliche Anordnung in Absprache mit dem Pflegepersonal. Bevor eine Sitzwache ihre Tätigkeit aufnimmt, informiert sie sich bei der zuständigen Pflegefachkraft über den Zustand des Patienten. Während des Einsatzes hält die Sitzwache das Pflegepersonal über alle besonderen Beobachtungen und Vorkommnisse auf dem Laufenden.

Angehörige werden in einem Informationsgespräch zu dem Einsatz der Sitzwache beraten.
Angehörige werden in einem Informationsgespräch zu dem Einsatz der Sitzwache beraten.

Wie sieht die Betreuung der Patienten durch Sitzwachen aus?

  • Beobachtung und Dokumentation von Vitalwerten und anderen Kontrollparametern
  • Krankenbeobachtung in Hinblick auf den aktuellen Zustand und eventuellen Veränderungen
  • Hilfestellung bei Körperpflege und Nahrungseinnahme
  • Unterstützung des examinierten Pflegepersonals bei Positionierung oder Mobilisation
  • Begleitung bei Untersuchungen
  • Begleitung bei Spaziergängen (z.B. Cafeteria, Patientengarten)
  • Gesprächsführung
  • individuelles Aktivierungsangebot für kognitiv eingeschränkte Patienten durch entsprechende Hilfsmittel (z.B. Brett- oder Ballspiele, Malen, Vorlesen etc.)
Sitzwachen nutzen Aktivierungsboxen, um den Patienten individuelle Anregung und Beschäftigung wie Ball- oder Gesellschaftsspiele anzubieten.
Sitzwachen nutzen Aktivierungsboxen, um den Patienten individuelle Anregung und Beschäftigung wie Ball- oder Gesellschaftsspiele anzubieten.

Wie werden Sitzwachen am UKR ausgebildet?

Das UKR setzt seit 2012 Sitzwachen ein. Mittlerweile sind rund 60 Sitzwachen am Klinikum beschäftigt. Damit den Patienten die bestmögliche Betreuung gewährleistet werden kann, wird jede Sitzwache in einem Basiskurs geschult und durchläuft eine Einarbeitungsphase, um mit den Abläufen auf Station vertraut zu werden. Zusätzlich zu diesem Basiskurs werden in regelmäßigen Abständen Auffrischungskurse angeboten.

Beispiele für Inhalte der Basiskurse:

  • Umgang mit den Patienten (Beziehung aufnehmen, Vertrauen aufbauen, Sicherheit geben)
  • Erkennen von und Umgang mit individuellen Patientenbedürfnissen (z.B. Hunger, Durst, Schmerz, Angst), falls der Patient diese nicht selbst benennen kann
  • Demenz und Delir als Krankheitsbilder
  • verbale und nonverbale Kommunikation
  • Hygieneschulung
Sitzwachen werden am UKR hausintern geschult.
Sitzwachen werden am UKR hausintern geschult.

Wer kommt als Sitzwache in Frage?

Um am UKR als Sitzwache arbeiten zu können, muss man eine medizinisch-pflegerische Ausbildung mitbringen. Dazu zählen beispielsweise examiniertes Krankenpflegepersonal, Rettungsassistenten, Pflegehelfer ebenso wie Auszubildende im medizinischen Bereich oder Studenten der Human- und Zahnmedizin.

Interessiert an einer Tätigkeit als Sitzwache?

Am UKR sind wir laufend auf der Suche nach Sitzwachen.

Bewerben Sie sich online unter: www.ukrjobs.de 

Ansprechpartnerin für Rückfragen
Peggy Bäz
Pflegedirektion
T: 0941 944-7257
peggy.baez@ukr.de

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Letzte Aktualisierung: 17.02.2020 | Online-Redaktion
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