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Glanzlichter biomedizinischer Forschung

Abnorme Hirnaktivität bei Psychopathen

Psychopathie ist ein Risikofaktor für Gewalttätigkeit und Rückfallkriminalität. Bislang war es unklar, ob es eine neurobiologische Grundlage der Psychopathie gibt oder es sich lediglich um eine Variante schlechter Charakterzüge handelt.

In der aktuellen Metaanalyse von 155 funktionellen Bildgebungsexperimenten wurde gezeigt, dass diese Störung mit veränderter Hirnaktivität in präfrontalen, insulären und limbischen Hirnregionen einhergeht. Zudem ergab eine Datenbankanalyse, dass die betroffenen Hirnbereiche für Verhaltensmuster zuständig sind, die bei Psychopathen gestört sind. Die Ergebnisse liefern folglich robuste Hinweise darauf, dass Hirnaktivitätsveränderungen nicht nur ein Epiphänomen der Psychopathie darstellen, sondern mit deren Psychopathologie direkt zusammenhängen.

Publikation:

Poeppl TB, Donges MR, Mokros A, Rupprecht R, Fox PT, Laird AR, Bzdok D, Langguth B, Eickhoff SB.: A view behind the mask of sanity: meta-analysis of aberrant brain activity in psychopaths. Molecular Psychiatryvolume 24, pages463–470 (2019).

Kontakt

Timm B. Poeppl
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Telefon: 0941 941-1254
Telefax: 0941 941 2065
E-Mail: timm.poeppl@ukr.de

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Letzte Aktualisierung: 01.04.2019 | Online-Redaktion
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