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Zentrum für Tiefe Hirnstimulation

Allgemeines zur Tiefen Hirnstimulation

Für Patienten, die an Bewegungsstörungen, Epilepsie oder Zwangsstörungen erkrankt sind, kann heute oftmals eine neurochirurgische Behandlungsform, die Tiefe Hirnstimulation (THS), Hilfe bringen.

Erkrankungen, die gut auf eine solche "Schrittmacherbehandlung" ansprechen können sind unter anderem: 

Grundsätzlich stellen bei all diesen Erkrankungen Medikamente die Basis jedes Behandlungsplanes dar. Sollte der Patient nur unzureichend auf die Medikamente ansprechen oder Unverträglichkeiten zeigen, kommen weitere Möglichkeiten wie z.B. die Spritzenbehandlung mit Botulinumtoxin bei Dystonien in Betracht.  

  

Wirkungsweise der Tiefen Hirnstimulation

Bei den neurochirurgischen Verfahren hat sich die Tiefe Hirnstimulation durchgesetzt, ein Verfahren bei dem je nach Art der Erkrankung unterschiedliche Gebiete im Gehirn über einen "Hirnschrittmacher" elektrisch stimuliert werden können. Das Risiko für Komplikationen mit bleibenden Ausfällen durch das Verfahren liegt nach einer großen Untersuchung an mehr als 250 Patienten unter 1% (Voges et al., JNNP 2006). 
 
  • Bei Parkinsonpatienten ist die Verbesserung der Beweglichkeit vor und nach der THS verglichen worden. Das Ergebnis zeigt, dass die Patienten nach der Operation während etwa 75 Prozent des Tages gut beweglich sind - zuvor waren es höchstens 25 Prozent. Dabei werden bei Parkinsonpatienten  durch den Schrittmacher vor allem Wirkungsschwankungen der Medikamente ("Fluktuationen") ausgeglichen. Überbewegungen werden reduziert und auch die Parkinsonsymptome selbst verbessert. So können die Medikamente oft deutlich reduziert werden, was wiederum Nebenwirkungen vermindern kann.
      
  • Zittern bei essentiellem Tremor, das auf Medikamente nicht anspricht, kann erheblich reduziert werden.
      
  • Ebenso kann bei bestimmten Dystonien, die sich durch Medikamente nicht bessern, eine Optimierung der Beweglichkeit erzielt werden.
      
  • Bei bestimmten Formen der Epilepsie kann die Tiefe Hirnstimulation eine deutliche Reduktion der Anfälle erreichen.
      
  • Der Schweregrad von Zwangserkrankungen (z.B. Waschzwang oder Kontrollzwang) kann durch die Tiefe Hirnstimulation verringert werden.   

 

 


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Letzte Aktualisierung: 01.02.2018 | Online-Redaktion
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