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Zentrum für Radiologisch-Interventionelle Onkologie (RIO)

Prostata

Bei einer Erkrankung der Prostata muss primär zwischen zwei Krankheitsbildern differenziert werden. Einerseits kann es - meist bei Männern im fortgeschrittenen Alter - zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie BPH) kommen. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, dass sich ein Tumor - ein Prostatakarzinom - bildet.

Bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata wird im Allgemeinen zuerst eine medikamentöse Behandlung der Symptome durchgeführt. Wenn dieser Therapieweg keine Linderung mehr verschaffen konnte, wurden bisher ein operativer Eingriff und die Entfernung von Teilen der Prostata empfohlen.

 

 

Mit der Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) konnte sich in den letzten Jahren zunehmend eine moderne, minimal-invasive Methode als Alternative zum operativen Eingriff etablieren.

Bei diesem minimalinvasiven Eingriff werden mittels kleinster Kunststoffpartikel die blutzuführenden Gefäße der vergrößerten Prostata verschlossen. Durch den Gefäßverschluss wird die Blutversorgung verringert, ein weiteres Wachstum verhindert und somit letztlich das Volumen der Prostata verkleinert.

 

Technik

Bei der PAE kann auf eine Narkose und den daraus resultierenden Risiken verzichtet werden. Sie erhalten eine Sedierung, sind aber während des Eingriffs bei Bewusstsein.

Zuerst wird durch einen interventionellen Radiologen Ihre Arterie in der Leiste, die die Prostata mit Blut versorgt, punktiert. Über diese kleine Öffnung wird ein Katheter eingeführt, der unter Röntgenkontrolle bis zur Prostata vorgeschoben wird. Sobald der Katheter an der richtigen Stelle platziert ist, wird über diesen ein Kontrastmittel zur Darstellung der Blutgefäße gegeben. Anschließend werden kleinste Kunststoffpartikel gespritzt. Diese Partikel verringern den weiteren Blutfluss im vergrößerten Teil der Prostata, wodurch ein weiteres Wachstum verhindert und letztendlich ein Schrumpfen der Prostata erzielt werden kann. Das gleiche Verfahren erfolgt ebenso auf der anderen Seite der Prostata. Nach der erfolgreichen Durchführung wird der Katheter wieder entfernt und die Punktionsstelle versorgt.

Verabreichung der Kunststoffpartikel während des Eingriffs
Verabreichung der Kunststoffpartikel während des Eingriffs

 

Ablauf

Falls bei Ihnen eine PAE durchgeführt wird, werden Sie am Vortag stationär aufgenommen. Bitte melden Sie sich frühzeitig, i. d. R. vor 9:00 Uhr, bei der stationären Aufnahme in der Eingangshalle des UKR. Es erfolgt die Komplettierung der Laborwerte, ggf. eine erneute bildgebende Untersuchung, z. B. CT oder MRT sowie die Aufklärung für die PAE.


Nachsorge

Die Kontrolle nach dem Eingriff erfolgt in verschiedenen zeitlichen Intervallen - zunächst sechs Wochen, danach jeweils drei, sechs und neun Monate nach dem Eingriff.

 

Für eine ambulante Vorstellung können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

ANSPRECHPARTNER  KONTAKT 

PD Dr. Lukas Beyer  

Frau Petra Karl
Tel.: +49 941 944-17417
Fax: +49 941 944-7481
E-Mail: rio@ukr.de  
 
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Letzte Aktualisierung: 07.05.2019 | Online-Redaktion
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