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Universitätsklinikum Regensburg

Blut spenden

Mit Ihren Blutzell- und Thrombozytenspenden helfen Sie verletzten und schwer(st)kranken Menschen schnell und auf dem direktesten Weg. Das macht Blutspenden am UKR so besonders.

Bitte beachten Sie, dass wir am UKR nur Blutzellspenden (Apheresen) durchführen. Für allgemeine Vollblutspenden dürfen wir Sie gerne an das BRK Bayerische Rote Kreuz in Regensburg verweisen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Die Spende am UKR unterscheidet sich von der in anderen Einrichtungen. Schon während der Entnahme werden bestimmte Bestandteile wie z. B. Blutplättchen, weiße oder rote Blutkörperchen schonend aus dem Vollblut abgetrennt. Die übrigen Blutbestandteile erhält der Blutspender gleich wieder zurück. Diese sogenannte Apheresenspende ermöglicht es, dass die gespendeten Blutbestandteile gezielt gewonnen, schnell weiterverarbeitet und zeitnah angewandt werden können. Darüber hinaus kann am UKR auch Blut zu Forschungszwecken gespendet werden.

Von Anmeldung bis zum Ende der Untersuchung kann die Blutspende am UKR bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen. Bitte bringen Sie etwas Zeit mit!

Am UKR sind folgende Spendenarten möglich:

  • Bei der Apharesenspende werden direkt während der Spende bestimmte Blutbestandteile aus dem Vollblut abgetrennt. Die übrigen Blutbestandteile erhält der Spender zurück. Folgende Blutbestandteile werden gewonnen:

    Blutplättchen (Thrombozyten)

    Ohne die Gabe von Thrombozyten wäre die Blutgerinnung von Leukämiepatienten stark eingeschränkt oder völlig ausgeschaltet.Es kann zu spontanen Einblutungen in die Haut, in schweren Fällen auch in den Augenhintergrund oder ins Gehirn kommen. Ohne Thrombozytengabe sind viele Behandlungen, Operationen und Organtransplantationen bei Erwachsenen und Kindern undenkbar. Auch die notfallmäßige Versorgung von Schwerverletzten ist nur mit Hilfe von Thrombozyten möglich.

    Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

    Leukozyten werden benötigt, um lebensgefährliche Infektionen während der Chemotherapie und Stammzelltransplantation zu bekämpfen. Zu den Leukozyten gehören die Monozyten, Granulozyten und die Lymphozyten. 

    • Monozyten und Lymphozyten: Sie zerstören körperfremde Strukturen und stärken das Immunsystem. Monozyten können sich zu Makrophagen verändern, die eine wichtige Rolle bei der Verkalkung von Blutgefäßen spielen. Diese Veränderungen erforschen wir mit Hilfe der Spenden an unserem Institut. Die Spender müssen bestimmten Kriterien entsprechen und werden direkt von uns zur Spende eingeladen. Mit Ihrer Monozytenspende können Sie zur Entwicklung neuer Zelltherapien beitragen. Der Aufwand, der wegen einer Monozytenspende entsteht, wird entschädigt.  
    • Granulozyten: Granulozyten werden zur Behandlung von Infektionen im Rahmen der Knochenmarktransplantation bzw. von Erkrankungen des blutbildenden Systems benötigt. Für die Spende muss die Anzahl der Granulozyten im Blut durch Medikamente erhöht werden. Das Cortisonpräparat Dexamethason nehmen Sie am Abend vor der Spende als Tablette ein. Der Wachstumsfaktor für weiße Blutkörperchen G-CSF wird etwa 12 Stunden vor der Spende mit einer Spritze gegeben. Als Folge dieser kurzen Cortisonbehandlung können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten. Mehr Informationen: Granulozytenspende.

    Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)  

    Erythrozyten sind für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich und verleihen dem Blut durch das Hämoglobin seine typische rote Farbe. 

  • Die Bestandteile des Blutes werden aus den Blutstammzellen im Knochenmark gebildet. Bei Gesunden werden die Zellen des Blutes ständig erneuert - leichte Blutverluste können somit schnell ausgeglichen werden.

    Bei Leukämie- und Lymphompatienten erneuern sich die Blutstammzellen nach hochdosierter Chemotherapie nicht. Für sie sind Blutstammzellspenden lebenswichtig. Für die Spende wird dem Spender über mehrere Tage ein Wachstumsfaktor (G-CSF) verabreicht, der in ähnlicher Form im Körper vorkommt. Dieser Faktor bewirkt eine vermehrte Stammzellausschüttung in das fließende Blut. Diese Stammzellen können dann ohne Narkose aus dem Blut gesammelt werden. Nebenwirkungen des Medikamentes können Gliederschmerzen und Beschwerden wie bei einer Erkältung sein.

  • Bei einer Eigenblutspende dient das entnommene Blut der späteren Übertragung beim Spender selbst. Eine Eigenblutspende ist vier bis sechs Wochen vor einer geplanten OP möglich.

Kontakt & Terminvereinbarung

Blutzellspende UKR: Der Weg des Blutes

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