Home > Zentren > Diabetologisches Fußzentrum > Tipps zur Prävention von Fußwunden
Diabetologisches Fußzentrum

Tipps zur Prävention von Fußwunden

Menschen mit Diabetes mellitus leiden unter Sensibilitätsstörungen und nehmen ihre Füße nicht mehr richtig wahr. Sie vernachlässigen deshalb oft unbewusst die Pflege ihrer Füße.

Im Folgenden finden Sie 10 Maßnahmen, die ihnen bei der Erhaltung der Gesundheit Ihrer Füße als Leitfaden dienen soll.

 1. Kontrollieren Sie täglich Füße und Schuhe

 Kleine Fremdkörper in den Schuhen oder ein defektes Innenfutter können Druckstellen oder Verletzungen an den Füßen verursachen.


 2. Waschen Sie Ihre Füße täglich mit körperwarmen Wasser (ca. 37°C)

 Verwenden Sie zur Kontrolle am besten ein Badethermomether.

 3. Trocknen Sie Ihre Füße nach der Reinigung gut ab

Achten Sie besonders auf die Zehenzwischenräume, dort siedelt sich beim Diabetiker schnell Fußpilz an.

4. Cremen Sie Ihre Füße täglich ein

Verwenden Sie Diabetiker-geeignete Pflegeprodukte mit 5% Urea. Ausnahme: trockene und zu Rissen neigende Hornhautschwielen (Fersenbereich). Dort sollten Pflegeprodukte mit 10% Urea zum Einsatz kommen. Der Urea-Anteil sollte 10% nicht überschreiten.

 5. Pflegen Sie regelmäßig Nägel und Hornhaut

Verwenden Sie keine scharfen Gegenstände (nur Nagelfeile/Bimsstein)! Als Diabetiker haben Sie einen Anspruch auf regelmäßige medizinische Fußpflege ("podologische Komplexbehandlung"). Ihre Krankenkasse übernimmt dabei einen Großteil der Behandlungskosten.

 6. Halten Sie Ihre Füße warm

Aufgrund der Störung Ihrer Temperaturwahrnehmung sollten Sie dabei aber Wärmflaschen und Heizgeräte meiden.

 7. Tragen Sie helle Baumwollstrümpfe

Diese sind - im Gegensatz zu Nylonprodukten - atmungsaktiv und haben den Vorteil, dass Verunreinigungen durch Wundexsudat oder Blut sofort sichtbar sind. Wechseln Sie täglich Ihre Strümpfe!

 8. Fußgymnastik

Das Kreisen der Fußgelenke und Greifübungen mit den Zehen fördern die Durchblutung, kräftigen die Fußmuskulatur und reduzieren Weichteilschwellungen. Damit beugen Sie aktiv neuen Fußwunden vor.

 9. Achten Sie auf passendes Schuhwerk

 Ihre Schuhe sollten ausreichend groß, bequem, geschlossen, mit fester Sohle und aus weichem Material gefertigt sein. Vermeiden Sie stets das Barfußlaufen - auch in den Schuhen. Neue Schuhe sollten immer vorsichtig eingelaufen werden.

 10. Ernähren Sie sich gesund

Insbesondere durch eiweiß- und vitaminreiche Ernährung können Sie die Wundheilung beschleunigen und somit neuen Fußwunden vorbeugen.

© Universitätsklinikum Regensburg | Impressum | Datenschutz
Letzte Aktualisierung: 18.12.2017 | Online-Redaktion
Patienten/Besucher
Einweiser
Studierende
Wissenschaftler
Über uns
Beruf und Karriere
Universität Regensburg
Facebook
Twitter
Youtube