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Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Schilddrüsen-Chirurgie

Wer einen Knoten oder eine Schwellung im Bereich der Schilddrüse bemerkt, macht sich Sorgen und sieht sich mit vielen Fragen konfrontiert. In der Schilddrüsensprechstunde der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde finden unsere Experten den optimalen und individuellen Behandlungsweg für jeden Patienten.

Terminvereinbarung: 0941 944-9442
Sprechzeiten: Dienstag 13:30 - 16:00 Uhr

Wenn vorhanden, bringen Sie bitte zum ambulanten Termin Ihren Nuklearmedizinischen Befundbericht der Schilddrüsenszintigrafie, Endokrinologie und Laboruntersuchungen mit.

  • Die Diagnostik umfasst verschiedene schonende und risikoarme Verfahren:

    • Tastuntersuchung
    • Blutuntersuchung
    • Hochauflösende Sonographie (Ultraschall)
    • ggf. Schilddrüsen-Szintigrafie (bildgebendes Verfahren der nuklearmedizinischen Diagnostik)
    • ggf. Feinnadelpunktion (Entnahme von Flüssigkeit oder Zellen mittels Hohlnadel) oder Stanzbiopsie (Gewebeprobe-Entnahme) unter Ultraschallkontrolle in lokaler Betäubung

    Die differenzierte Einschätzung des Schilddrüsenbefundes findet im Rahmen eines ambulanten Temins in unserer Schilddrüsensprechstunde statt. Nicht jede Schilddrüsenerkrankung erfordert einen chirurgischen Eingriff. Mittlerweile lässt sich die Notwendigkeit einer Operation bereits früh in der Diagnostik ermitteln.

    Auffälligkeiten der Schilddrüse werden am Universitätsklinikum von einem interdisziplinären Expertenteam untersucht (Klinik für HNO, Nuklearmedizin, Endokrinologie). Meist handelt es sich dabei um Knoten in der normal großen oder vergrößerten Schilddrüse. Unter einem sogenannten "kalten Knoten" versteht man Bezirke in der Szintigrafie, die an der Schilddrüsenhormonbildung nicht mehr beteiligt sind. Sie sind damit potentiell bösartig und werden schrittweise und gezielt weiter abgeklärt.

  • Neben dem medikamentösen Therapieansatz unter regelmäßiger Kontrolle, kann je nach Diagnose auch eine Operation erforderlich sein. Die Ursachen für eine Operation der Schilddrüse- oder Nebenschilddrüse sind vielfältig:

    • unklare oder suspekte (krebsverdächtige) Knoten
    • Stoffwechselstörungen (z.B. Autonomie, M. Basedow)
    • Druckgefühl, Schluckprobleme oder Atembeschwerden durch eine stark vergrößerte Schilddrüse (Struma)
    • Nebenschilddrüsen-Überfunktion(Hyperparathyreoidismus/Nebenschilddrüsenadenom)

    Die präoperative Untersuchung der Schilddrüse und Lymphknoten des Halses erfolgt mit modernsten hochauflösenden Ultraschallgeräten. Dieser wesentliche Bestandteil der Diagnostik wird von den Operierenden in der HNO-Klinik persönlich durchgeführt. Dies erlaubt eine individuelle Operationsplanung und ein befundangepasstes Vorgehen während der Operation. Auf die operative Entfernung gutartiger oder bösartiger Halslymphknoten ist die HNO-Klinik spezialisiert.

    Ebenso findet die Erhebung des Stimmbandbefundes vor und nach der Schilddrüsen-Operation im stationären Aufenthalt in der HNO-Klinik statt.

    • Vermeidung großer Wunden, anschließender Narbenbildung und postoperativer Schmerzen durch schonenden minimalinvasiven Zugang bis zu 2cm bei gegebener Indikation (OMIT: Offene Minimal-Inzisions-Thyreoidektomie, MINET: Minimal Invasive Nicht Endoskopische Thyreoidektomie)
    • Beste Sicht durch standardmäßige Vergrößerung des Operations-Situs mittels Lupenbrille
    • Höchstmaß an Schonung der angrenzenden Gewebeareale entsprechend der Stimmbandnerven und Nebenschilddrüsen durch präzise Mikroinstrumente
    • Akustische und visuelle Überwachung der oberen und unteren Stimmbandnerven während der Operation durch intraoperatives Neuromonitoring (Elektromyographie)
    • Intraoperative Schnellschnittdiagnostik: durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes noch während der Operation im Institut für Pathologie kann der chirurgische Eingriff noch präziser erfolgen und sofern nötig erweitert werden
    • Möglichkeit der intraoperativen Parathormon-Messung
    • Spezialisierung der Anästhesie-Abteilung auf Schilddrüsenpatienten jeder Altersgruppe, sowie Überwachungsmöglichkeit auf Erwachsenen- und Kinder-Intensivstationen