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Anforderung von Laboruntersuchungen

Klinikintern stehen derzeit für Laboranforderungen zwei Systeme zur Verfügung: das inhouse entwickelte Beleglose Laboranforderungs System (BLL) und das kommerzielle System LAURIS (Fa. Roche), das die BLL vollständig ersetzen wird. Bedingt durch die sukzessive Einführung von LAURIS werden in einer Übergangsphase beide Systeme parallel genutzt. Im Rahmen der Neustrukturierung der Bögen wurden auch die Oberflächen verändert, wobei die Parameterprofile erhalten blieben. Beiden Systemen gemeinsam ist ein Order Entry System, dessen Handhabung im Folgenden kurz oder ausführlich in Unterlagen der Schulungsabteilung beschrieben wird.

Der Einsender wählt im elektronischen Anforderungsprogramm die gewünschten Parameter auf Bögen (gekennzeichnet Lxx) aus, die bereits nach Profilen gegliedert sind (z.B. LAURIS Bogen L 24 = Basisdiagnostik, auf dem auch die Dringlichkeit von Routine auf Notfall oder Lebensbedrohung verändert werden kann). Entsprechend gibt es einen BLL Bogen 1 und 2, der die Routine oder Notfallbasisdiagnostik enthält. Es kann auch textlich nach Parametern gesucht werden und der entsprechende Bogen erscheint zur Anforderung. Bei den einzelnen Parametern sind jeweils das benötigte Material, die präanalytischen Bedingungen (z.B. gekühlter Transport, lichtgeschützt), die Kosten der gewünschten Untersuchung und evtl. vorhandene Vorwerte ersichtlich. Auch Muster der Anforderungsformulare sowie genaue Vorgaben über die Art des Probenmaterials und dessen Beschriftung/Etikettierung sind hier zu finden. Für Fragen und eine Beratung der Einsender steht ein ärztlicher oder naturwissenschaftlicher Mitarbeiter als AvD zur Verfügung.

Schulungen zu Laboranforderung und Befundabfrage führt die Schulungsabteilung der DV-Med durch.

Im Bereich des Zentrallabors sind die Kontaktdaten:

Kurzbeschreibung zur Nutzung von Lauris herunterladen

Anforderung mittels Lauris

Grundsätzlich sollten bei durch die EDV angebundenen Einsendern die Anforderungen über Lauris erfolgen. Eine ausführliche Anleitung zur Anforderung über Lauris kann hier von der DV-Med heruntergeladen werden. Die Anforderung läuft in Stufen von der Auswahl des Patienten bis zum Absenden des fertigen Auftrages wie im Folgenden dargestellt.

 

 Ablauf einer Laboranforderung

Im ersten Schritt erfolgt die Auswahl der Patienten in der Patientenverwaltung (Taste F3) durch Setzen einer Markierung im Feld links vom Patientennamen. 

 

Um die Auswahl der einzelnen Parameter so übersichtlich wie möglich zu halten, sind diese auf Bögen, sog. Vorlagen verteilt, die jeweils einzelnen Themenbereichen zugeordnet sind. Im nächsten Schritt erfolgt daher nun die Auswahl, der Bögen, auf denen sich die gewünschten Laboranalyte befinden in der Auftrags-Erfassung (Taste F6). Sollten Sie sich hierbei nicht sicher sein, können Sie die Suchfunktion benutzen oder mit dem Labor Rücksprache halten.

 

Durch einen Klick auf den Reiter Bestimmungen können Sie nun die gewünschten Laborparameter für Ihren Patienten auswählen. Ebenfalls können Sie hier die Dringlichkeit des Auftrages angeben oder vorgefertigte Profile auswählen. Weitere Informationen zur Anforderung von Eilfällen und Notfällen finden Sie hier. Mittels der Schaltfläche "In die Ablage speichern" kann der Auftrag zum Absenden schließlich abgespeichert werden.

 

Durch Auswahl des Punktes "Auftrags-Ablage" aus dem Menü auf der linken Seite erhalten Sie eine Übersicht über die von Ihnen angelegten Aufträge und den jeweiligen Status. Solange der Auftrag noch nicht im Labor eingegangen ist, können Sie ihn nun über die Schaltfläche "Auftrag ändern" nochmals anpassen. Mit Hilfe der Schaltfläche "Etikettendruck" können nun die für die Kennzeichnung der Probenröhrchen nötigen Barcode-Etiketten gedruckt werden. Um eine schnelle und reibungslose Bearbeitung der Proben sicherzustellen, bitten wir Sie, die Druckqualität der Etiketten zu prüfen und bei Bedarf erneut zu drucken.

 

Sonderformulare

Zusätzlich zur Anforderung einzelner Analyten besteht in Lauris die Möglichkeit, vordefinierte Profile anzufordern. Diese werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen angelegt und können die Anforderung von wiederkehrenden Standardsituationen (z.B. Aufnahmeprofil, prä-OP etc.) deutlich beschleunigen. Sonderformulare finden Sie im Reiter "Vorlagen" unterhalb der mikrobiologischen Anforderungsbögen. Sie sind nach einsendender Abteilung untergliedert.

 

Aufbringen der Probenidentifikation

Zur Probenidentifikation wird das für die Parametermenge und den Patienten bestimmte Probenetikett vom bedruckten Etikettenbogen abgezogen und in den für jedes Probengefäß speziell festgelegten Bereich geklebt. Hierbei ist zu beachten, dass das Etikett nicht um das Probengefäß herumgewickelt, sondern in Längsrichtung (Achsenrichtung ) gerade auf das Probengefäß aufgeklebt wird, so dass es mit einem Blick ohne Drehung des Gefäßes durch die EDV oder Personal gelesen werden kann. Nur bei richtiger (wie oben beschrieben) Etikettierung der Probengefäße ist es möglich, die Identifikationen im Zentrallaboratorium maschinell zu lesen und damit praktisch vollständige Sicherheit für eine korrekte Probenidentifikation zu geben. Wir bitten Sie ebenfalls die Druckqualität des Barcodes visuell zu überprüfen, um Verzögerungen bei der Abarbeitung zu vermeiden.

 

Weiterhin zu beachten

Die medizinische Diagnose und Medikation sollte im dafür vorgesehenen Feld angegeben werden. Diese Angaben benötigt das Zentrallaboratorium zur Plausibilitätskontrolle der Befunde und zur situationsgerechten Reaktion auf ungewöhnliche Befunde. Durch sorgfältiges Bearbeiten dieses Teiles einer Laboranforderung tragen Sie dazu bei, dass

  • unnötige Rückfragen beim Einsender vermieden und
  • ungewöhnliche Befunde sofort überprüft und unverzüglich telefonisch an sie weitergeleitet werden können.

Die wichtigsten Hinweise für die labormedizinische Bearbeitung zu einem Untersuchungsantrag sind in den Anforderungsdialogen bereitgestellt. Die für einen speziellen Auftrag zutreffenden Hinweise müssen lediglich angeklickt werden.

Bei der Anforderung von Analyten, die aus Sammelurin bestimmt werden muss sowohl die Sammelzeit als auch die Sammelmenge angegeben werden. Ohne diese Angaben sind keine korrekten Berechnungen mit diesen Analyten möglich (z.B. Ausscheidung in 24 Stunden).

 

Anforderung über die Beleglose Laboranforderung (BLL, auslaufend)

Suchen der Patientendaten

Auf dem Einsender-PC ist das Patientenverwaltungsprogramm (SAP) aktiv. Sie befinden sich im Suchdialog. Ein Patient kann hier über

  • Patientennummer,

  • Fallnummer,

  • Name, Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht

gesucht werden.

Nach dem Auslösen des Suchens erscheint, soweit die Suchbegriffe eindeutig genug waren, ein Teil der zum Patienten im Patientenverwaltungssystem gehaltenen Daten im der "Besuchsdaten"-Dialog. Bei der Suche über Patientennummer oder Name müssen Sie vorher noch die passende Fallnummer auswählen. Sie können beim Suchen über Name auch einen Teil des Namens eingeben. Das SAP-System stellt Ihnen in einem Auswahlfenster die gefundenen Namen bereit. Hierin können Sie den gewünschten Patienten auswählen. Alternativ können Sie über die Stationsübersicht den Patienten auswählen.

Klicken Sie im der "Besuchsdaten"- bzw. "Aufnahmedaten stationär" Dialog auf den Schalter "Drucken" mittels der Maus, so wechseln Sie in den Dialog "Dokumente erzeugen". In diesem Dialog klicken Sie mit der Maus "beleglose Laboranforderung" an. Das Programm für die Laboranforderungen wird gestartet. Der Name des ausgewählten Patienten wird übernommen. Für diesen Patienten können Anforderungen erzeugt werden.

Auswahl des Anforderungsformulars

Dialog für Laboranforderungen:

 

Durch Klicken auf den Menüpunkt Formulare können Sie ein Laborformular auswählen:  

 

Auswählen der Analysen

Beispieldialog für Anforderungsbogen "Eilfall/Notfall 1":

 

Die Struktur der Bildschirmmasken ist analog dem der Anforderungsbögen aufgebaut. Mit der am Arbeitsplatz vorhandenen Maus erfolgt die Analysenauswahl durch Anklicken eines Analysentextes bzw. des Markierungsfeldes, d.h. der Mauszeiger wird positioniert und dann der linke Mausknopf betätigt. Das ausgewählte Markierungsfeld wird mit einem Haken versehen. Durch das Anklicken einer bereits ausgewählten Analyse wird diese Analysenanforderung wieder gelöscht. Bei der Anwahl eines Parameters werden die durch die Anforderung ungefähren verursachten Kosten in Euro angezeigt. Durch betätigen der F1-Taste öffnen sie die kontextsensitive Hilfe.

Speichern von Aufträgen

Nach dem Erzeugen der Anforderungen müssen diese gespeichert werden. Hierzu klickt man auf den Schalter "Speichern", siehe Maske Eilfall/Notfall. Dies entspricht bei Papieranforderungen die Formulare sind bedruckt und die Untersuchungen sind angekreuzt.

Freigeben der Analysen

Das Freigeben der Anforderung entspricht dem Unterschreiben einer Papieranforderung durch den Arzt, d.h. der Auftrag wird dadurch legitimiert. Hierzu klickt der Arzt auf den Schalter "Freigeben", siehe Maske Eilfall/Notfall. Es folgt die Eingabeaufforderung für sein Passwort. In freigegebenen Aufträgen können Änderungen erfolgen. Die Aufträge müssen dann jedoch erneut freigegeben werden.

Abschicken von Anforderungen

Der Transport eines Auftrags an das Institut für Klinische Chemie erfolgt durch Anklicken des Schalters "Abgeschickt", siehe Maske Eilfall/Notfall. Dies entspricht bei der Papieranforderung dem Vorgang, das Formular wird in die KFA gegeben und abgeschickt. Nicht abgeschickte Aufträge können im Labor nicht bearbeitet werden.

Aufkleben des Probenetiketts

Das Probenetikett wird analog zum oben dargestellten Vorgehen bei Lauris auf das Röhrchen geklebt.

 
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Letzte Aktualisierung: 08.11.2018 | Online-Redaktion
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