Deutsche Krebshilfe fördert CCC Allianz WERA erneut als Onkologisches Spitzenzentrum
Die Deutsche Krebshilfe hat den Förderantrag der Comprehensive Cancer Center Allianz Würzburg/Erlangen/Regensburg/Augsburg (CCC WERA) bewilligt und die Allianz erneut als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet. Nach positiver Begutachtung durch eine internationale Expertenkommission erteilten Vorstand und Stiftungsrat der Deutschen Krebshilfe (DKH) im Rahmen der 11. Ausschreibungsrunde den Förderbescheid für den Zeitraum 2027 bis 2030.
Starke Impulse für Forschung und Versorgung
Mit der erneuten Förderung zählt die CCC Allianz WERA weiterhin zu den bundesweit ausgezeichneten Onkologischen Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Der Förderzeitraum beginnt am 1. Januar 2027 und umfasst für vier Jahre eine Fördersumme von mehr als 6 Millionen Euro.
„Die erneute Förderung als Onkologisches Spitzenzentrum durch die Deutsche Krebshilfe ist ein starkes Signal und ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der CCC Allianz WERA. Sie unterstreicht die hohe wissenschaftliche und klinische Qualität der beteiligten Einrichtungen und schafft optimale Rahmenbedingungen für eine gemeinsam gestaltete, hervorragende Krebsmedizin in der Region“, sagt Prof. Dr. Tobias Pukrop, Direktor des CCC Ostbayern.
Vernetzte Strukturen für eine bessere Patientenversorgung
Die CCC Allianz WERA bündelt die onkologische Expertise der Universitätsklinika und Universitäten an den Standorten Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg. Ziel des Verbunds ist es, Krebsforschung und -versorgung standortübergreifend weiterzuentwickeln, innovative Therapien schneller in die klinische Anwendung zu bringen sowie Patientinnen und Patienten eine Versorgung nach höchsten Qualitätsstandards zu ermöglichen.
Im neuen Förderzeitraum sollen die standortübergreifende Zusammenarbeit, gemeinsame Studienkonzepte sowie der Ausbau vernetzter Infrastrukturen weiter gestärkt werden. Schwerpunkte liegen dabei auf besonders zielgerichteten Behandlungsansätzen und der Überprüfung neuer, wirksamer Therapien im Rahmen klinischer Studien.
„Mit der Förderung können wir unsere gemeinsamen Infrastrukturen weiter stärken und die Verzahnung von Forschung und klinischer Anwendung gezielt ausbauen, um Patientinnen und Patienten den größtmöglichen Nutzen und einen schnellen Zugang zu innovativen Therapien zu ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Ralf Bargou, Direktor des CCC Mainfranken. Die nationale Förderung als Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) stellt zudem einen bedeutenden Standortvorteil für die Durchführung früher, klinischer Studien dar. „Zudem liegt uns auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit speziellen Ausbildungs- und Trainingsprogrammen am Herzen“, so Bargou.
Eine weitere Stärke von WERA ist die multidisziplinäre Patientenversorgung in den zertifizierten Onkologischen Zentren aller vier Standorte. Dazu zählen auch die personalisierte und digitale Onkologie, Psychoonkologie, Palliativmedizin sowie weitere Supportiv-Angebote. „Die multidisziplinäre Behandlung, moderne IT-Strukturen und eine verlässliche Tumordokumentation sind entscheidend für eine hochwertige onkologische Versorgung. Genau hier werden wir in den kommenden Jahren unsere Stärken weiter ausbauen“, sagt Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor des CCC Erlangen-EMN.
Forschung vorantreiben, Netzwerke stärken, Patienten befähigen
„Das Forschungsprofil der CCC Allianz WERA baut auf exzellenten Forschungsstrukturen und klaren Schwerpunkten an allen vier Standorten auf. Durch gemeinsame Forschung entstehen Synergien, die Innovationen fördern und die Versorgung nachhaltig verbessern“, erklärt Prof. Dr. Martin Trepel, Direktor des CCC Augsburg. Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen Krebsimmuntherapie, Tumorheterogenität und Target-Identifikation, lokale Therapien, Theranostik und Bildgebung sowie Versorgungsforschung.
Ein weiterer Fokus der Allianz liegt auf dem Ausbau des regionalen Versorgungs- und Studiennetzwerks. Durch gezielte Outreach-Aktivitäten und die stärkere Einbindung kooperierender Zentren sollen insbesondere Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen einen besseren Zugang zu klinischen Studien und onkologischer Spitzenmedizin erhalten. „Wir werden das regionale Netzwerk weiter koordinieren und ausbauen sowie kooperierende Zentren stärker in klinische Studien einbinden, um für Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum den Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin und klinischen Studien zu verbessern“, erläutert Prof. Dr. Tobias Pukrop.
Auch die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen sowie die Stärkung von Patientinnen und Patienten durch umfassende Informationsprogramme und deren Einbindung in Entscheidungsprozesse sind zentrale Bestandteile der Allianzstrategie.
Über die CCC Allianz WERA
Die CCC Allianz WERA ist ein Zusammenschluss der Comprehensive Cancer Center an den Standorten Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg mit ihren jeweiligen Universitätsklinika und Universitäten. Ziel ist es, strukturierte Krebsmedizin und Krebsforschung in (inter-)nationalen Forschungsnetzwerken weiterzuentwickeln und Spitzenmedizin zum Wohle der Patientinnen und Patienten bereitzustellen. Darüber hinaus sieht sich die Allianz in der Verantwortung, mehr als 8 Millionen Menschen in ihrem Einzugsgebiet mit exzellenter onkologischer Versorgung zu erreichen. Strukturen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) WERA sind in die Allianz integriert.
Über die Deutsche Krebshilfe
Die Deutsche Krebshilfe fördert mit dem Programm „Onkologische Spitzenzentren“ ausgewählte Krebszentren in Deutschland, um eine qualitativ hochwertige, interdisziplinäre Versorgung und exzellente Forschung zu sichern. „Mit den von ihr initiierten und geförderten Comprehensive Cancer Center hat die Deutsche Krebshilfe ein europaweit einzigartiges Netzwerk der onkologischen Spitzenmedizin geschaffen. Die stetige Weiterentwicklung der Zentren bringt uns dem Ziel immer näher, dass alle Menschen mit Krebs in Deutschland von der Expertise der Spitzenzentren profitieren – unabhängig davon, wo sie behandelt werden. Dafür tragen die CCCs ihr Wissen und ihre Innovationen in die jeweiligen Regionen und stärken so die Krebsversorgung auch an anderen Kliniken und Facharztpraxen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstand Stiftung Deutsche Krebshilfe.
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