Forschungsarbeiten zu Herzerkrankungen vielfach ausgezeichnet
In den vergangenen Wochen gab es für das Team der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) mehrfach Grund zur Freude. Vanessa Lutz wurde mit dem Preis der Brigitta und Oskar Braumandl Stiftung ausgezeichnet, PD Dr. Maria Baier erhielt die Sonderforschungsförderung „Vorhofflimmern – von der Prävention zur Therapie“ der Deutschen Herzstiftung, Lukas Welsch wurde mit dem Hans-Jürgen Brettschneider-Posterpreis ausgezeichnet und Charlotte Welsch erhielt den „Young Investigator Award in Basic and Translational Sciences“.
Vanessa Lutz erhält Wissenschaftspreis für Forschung an Herzerkrankung
Vanessa Lutz erhält den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis 2026 der Brigitta und Oskar Braumandl Stiftung der Stadt Regensburg. Die Absolventin des Masterstudiengangs Molekulare Medizin der Universität Regensburg wird für ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr persönliches Engagement ausgezeichnet. Der Preis wurde Ihr im Rahmen eines Festaktes durch Bürgermeister Dr. Thomas Burger im Historischen Reichssaal in Regensburg verliehen.
In ihrer Masterarbeit untersuchte Lutz die molekularen Mechanismen der kardialen Transthyretin-Amyloidose, einer Erkrankung, bei der sich fehlgefaltete Eiweiße im Herzen ablagern. An menschlichen Gewebeproben zeigte sie, dass auch die Herzmuskelzellen selbst in ihrer Funktion beeinträchtigt sind. Die Ergebnisse könnten Ansatzpunkte für neue Therapien eröffnen. Die Arbeit entstand in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Julian Mustroph an der Pharmakologie der Universität Regensburg und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR. Ein Forschungsaufenthalt an der University of California in Davis ergänzte das Projekt. Seit Juni 2026 setzt Lutz ihre Forschung im Rahmen einer Promotion fort.
Deutsche Herzstiftung fördert Vorhofflimmerforschung von PD Dr. Maria Baier mit 82.200 Euro
PD Dr. Maria Baier von der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR erhält eine Forschungsförderung über 82.200 Euro von der Deutschen Herzstiftung. Die Förderentscheidung wurde im Rahmen der DGK-Herztage 2026 in Hamburg bekannt gegeben. Das Projekt wird durch die Sonderforschungsförderung „Vorhofflimmern – von der Prävention zur Therapie“ unterstützt.
Die Molekularmedizinerin untersucht, wie Störungen des Natriumhaushalts in Herzmuskelzellen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Vorhofflimmern beitragen. An lebenden menschlichen Gewebeproben aus den Herzvorhöfen erforscht sie, wie diese Veränderungen die elektrische Erregungsausbreitung beeinflussen. Darüber hinaus prüft ihr Team, ob Wirkstoffe diese Prozesse gezielt abschwächen können.
Das auf zwei Jahre angelegte Projekt soll die Mechanismen des Vorhofflimmerns besser verständlich machen und Ansatzpunkte für neue Behandlungsstrategien liefern. Baier baut dabei auf ihren Vorarbeiten in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Julian Mustroph auf und entwickelt als Nachwuchsgruppenleiterin ihr eigenständiges Forschungsprofil weiter.
Grundlagen-Forschung von Lukas Welsch und Charlotte Paulus wird ausgezeichnet
Auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Hamburg 2026 wurde die Forschung von Lukas Welsch mit dem Hans-Jürgen Bretschneider-Posterpreis des Basic Science Meetings ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Arbeit zum Thema „CRISPR-Cas base editing to prevent CaMKIIδ autophosphorylation as a novel therapeutic strategy against cardiac arrhythmias"
Seit Beginn seiner medizinischen Doktorarbeit 2024 in der experimentellen Kardiologie untersucht Lukas Welsch zusammen mit Kommilitonin Charlotte Paulus, wie man verbreitete Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit modernen Methoden dauerhaft behandeln kann. Unter der Supervision von Prof. Dr. Simon Lebek nutzt Welsch CRISPR-Cas Base-Editing, um eine Aktivierungsstelle der CaMKIIδ zu entfernen. Das Enzym spielt eine zentrale Rolle für die Muskelkontraktion im Herzen und durch das Verhindern einer übermäßigen Aktivierung können Herzrhythmusstörungen verhindert werden.
Bereits im August dieses Jahres erhielt Charlotte Paulus einen Preis im prestigeträchtigen „Young Investigator Award in Basic and Translational Sciences“ auf dem ESC Congress in München für ihre Forschung zur zukünftigen medizinischen Anwendung von CRISPR-Cas Base-Editing.
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