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01.07.2026

„Menschsein bedeutet Begegnung und Raum für Gefühle geben“

Man sieht Georg Niederalt die Freude an seiner Arbeit an. Seit 25 Jahren ist er in der Intensivpflege tätig und hat seine Berufswahl keinen Tag bereut. Der Pflegerische Leiter der Intensivstation am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) spricht im Interview mit der Unternehmenskommunikation (UK-Kom) über seine Leidenschaft für die Intensivpflege, die Herausforderungen seines Arbeitsalltags und darüber, warum sich dieser Berufsweg auch heute noch lohnt.


UK-Kom: Warum haben Sie sich für die Intensivpflege entschieden?

Georg Niederalt:
Für mich ist die Intensivpflege die intensivste Form der Pflege. Sie bedeutet, den Menschen sehr nah zu sein, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und auf jede noch so kleine Veränderung zu achten. Gleichzeitig fasziniert mich die Verbindung von menschlicher Zuwendung, moderner Hightech-Medizin und komplexer Gerätemedizin. Besonders schätze ich die enge Zusammenarbeit im therapeutischen Team, in dem alle gemeinsam ein Ziel verfolgen: das Beste für unsere Patientinnen und Patienten zu erreichen.

UK-Kom: Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie auf der Intensivstation? Und würden Sie sich mit Ihrem Wissen von heute wieder dafür entscheiden?

Georg Niederalt:
Ich bin seit 25 Jahren in der Intensivpflege tätig. Und ja, ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden. Die Intensivpflege bietet zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Genau diese Vielfalt macht den Beruf für mich bis heute so spannend.

UK-Kom: Was zeichnet die Intensivpflege am UKR als Universitätsklinikum aus? Wo liegen die besonderen Herausforderungen?

Georg Niederalt:
Am UKR treffen höchste pflegerische Kompetenz, medizinische Expertise und modernste Technologie aufeinander. Gleichzeitig steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Diese Verbindung aus Spitzenmedizin und persönlicher Nähe macht unsere Arbeit besonders anspruchsvoll, aber auch unglaublich erfüllend. Jeden Tag aufs Neue.

UK-Kom: Wie gehen Sie mit den stetig steigenden Herausforderungen, etwa durch komplexere Erkrankungsbilder oder zunehmende Technisierung, um?

Georg Niederalt:
Ich bleibe neugierig und freue mich auf jeden neuen Tag. Lernen gehört zu unserem Beruf dazu, deshalb entwickle ich mich kontinuierlich weiter. Außerdem versuche ich, mir meinen Humor zu bewahren – das hilft, auch in anspruchsvollen Situationen einen klaren Kopf zu behalten. Besonders wertvoll sind für mich die vielen Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, die meinen Arbeitsalltag bereichern.

UK-Kom: Was bereitet Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag Freude? Welche Momente sind besonders?

Georg Niederalt:
Wenn der Reanimationsfunk ruhig bleibt, im Team gelacht wird und wir erleben dürfen, wie ein Patient oder eine Patientin die Intensivstation in Richtung Rehabilitation verlassen kann. Solche Momente zeigen, warum wir unsere Arbeit machen.

UK-Kom: Auf der einen Seite begleiten Sie gemeinsam mit Ihrem Team viele Menschen zurück ins Leben. Auf der anderen Seite gelingt dieser Weg nicht allen Patientinnen und Patienten. Wie gehen Sie und Ihr Team damit um?

Georg Niederalt:
Wir erleben Freude und Trauer gemeinsam. Wenn wir einen Menschen verlieren, geben wir uns gegenseitig Halt und Raum für unsere Gefühle. Menschsein bedeutet für mich Begegnung – und die Bereitschaft, Emotionen zuzulassen. Gleichzeitig feiern wir auch die kleinen Erfolge. Wenn wir einen Patienten auf eine Normalstation verlegen können, weil sich sein Zustand verbessert hat, ist das für das gesamte Team ein besonderer Moment.

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UKR, Uniklinikum Regensburg, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg, Georg Niederalt, Intensivpflege, Pflegeberuf

Seit über 25 Jahren ist Georg Niederalt in der Intensivpflege tätig. Bereut hat er seine Berufswahl bisher noch nicht. © UKR/Natalie Aschenbrenner

Pressereferent Matthias Dettenhofer