Ich suche nach...

Kieferorthopädie

Kieferorthopädie im Erwachensenenalter

Kieferorthopädie ist heute nicht mehr nur eine Behandlung für Kinder und Jugendliche im Milch- oder Wechselgebiss. Kieferorthopädische Behandlungen sind auch im Erwachsenenalter möglich und sinnvoll. Die Nachfrage erwachsener Patienten steigt kontinuierlich. Das Lebensalter, egal in welcher Höhe, ist heute kein Hinderungsgrund für eine kieferorthopädische Behandlung. So sind die ältesten derzeit bei uns im Hause in Behandlung befindlichen Patienten knapp 60 Jahre.

Ermöglicht wurde die Erwachsenenbehandlung durch zwei wesentliche Faktoren: Erstens durch die Entwicklung schonender Behandlungstechniken, zweitens durch die Einführung von Behandlungsgeräten, die auch hohen ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. So sind zum einen zahnfarbene Brackets verfügbar, die am Zahn weniger sichtbar sind, zum anderen können kleine Korrekturen von Zahnstellungsanomalien mittels transparenter Kunststoffschienen durchgeführt werden. Außerdem gibt es die sog. "Lingual-Technik" in der Kieferorthopädie, bei der individualisierte Brackets an den Zahninnenflächen geklebt werden und somit von außen fast unsichtbar sind.

Die Beweggründe für eine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter sind vielfältig. Eine kieferorthopädische Behandlung kann im Erwachsenenalter zur Verbesserung der Ästhetik beitragen. Ferner ist es möglich, die Zähne vor einer prothetischen Versorgung unter Umständen so im Kiefer zu verteilen, dass anstelle einer herausnehmbaren Prothese ein festsitzender Zahnersatz mittels Brücken angefertigt werden kann. Außerdem kann mittels kieferorthopädischer Behandlung bei parodontal geschädigten und "verschobenen" Zähnen im entzündungsfreien Zustand eine Stellungskorrektur vorgenommen werden, um die eigenen Zähne umzuorientieren und möglichst lange zu erhalten.

Eine kieferorthopädische Behandlung ist grundsätzlich in jedem Alter möglich. Der Einsatz moderner, wenig sichtbarer Zahnspangen kann den hohen ästhetischen Ansprüchen erwachsener Patienten heute in vielen Fällen gerecht werden. So lässt sich die Zahnstellung korrigieren ohne dass zwangsläufig die Zahnspange von außen sichtbar ist. Die Dauer der kieferorthopädischen Behandlung ist vom Ausmaß der Zahn- und Kieferfehlstellung abhängig. Allein ästhetische Korrekturen können aber schon innerhalb weniger Wochen zu einer sichtbaren Verbesserung führen.

Die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Patienten über 18 Jahren nicht übernommen - es sei denn, eine kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie ist indiziert. Inwiefern die Kosten von den Privaten Krankenkassen übernommen werden, hängt von dem gewählten Tarif,   Vertragsgestaltung, Zuschüsse bzw. Beihilfen ab und sollte vor Behandlungsbeginn abgeklärt werden.