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20.06.2023

Akademisierung in der Pflege im täglichen Einsatz

Bereits seit mehr als fünf Jahren wird am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) die Akademisierung in den Pflegeberufen erfolgreich vorangetrieben. Konzepte wie etwa das Masterstudium „Advanced Nursing Practice“ (ANP) liefern eindrucksvolle Beispiele, wie sich das Aufgabengebiet und die Anforderungen an die Pflege verändert haben und immer stärker auch akademische sowie wissenschaftliche Aspekte eine Rolle spielen. Mit der Veranstaltung „Akademisierung erleben – Konzepte & Rollen hochschulisch ausgebildeter Pflegender in der Praxis“ zeigt das UKR Pflegefachkräften aus ganz Bayern, wie akademisches Fachwissen in den klinisch-pflegerischen Alltag integriert ist.

Pflege in einem Krankenhaus findet nur am Bett der Patienten statt? Falsch! Forschung und Weiterentwicklung der Aufgaben in der Patientenversorgung gehören an einem Haus der Supramaximalversorgung für Pflegefachkräfte bereits zum Alltag. „Die Akademisierung ist aus der Pflege in unserem Klinikum nicht mehr wegzudenken. Die Anforderungen an unsere Fachkräfte steigen stetig, und wir unterstützen sie dabei, damit sie diesen Anforderungen jederzeit gerecht werden können“, so Alfred Stockinger, Pflegedirektor des UKR. Denn: „Hochleistungsmedizin kann nur funktionieren, wenn auch die Pflege immer auf dem neuesten Stand von Medizin und Wissenschaft stattfindet, und das ist am UKR der Fall. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir unseren Pflegefachkräften ermöglichen zu studieren und sich mit ihrem neu gewonnenen Wissen aktiv in den pflegerischen Alltag einbringen können.“

Unter dem Motto „Die Zukunft der Pflege“ zeigte die UKR-Pflegedirektion zum Internationalen Tag der Pflege im Mai den hauseigenen Fachkräften, welche Chancen die neuen Gegebenheiten im Beruf der Pflege mit sich bringen. Nun, knapp einen Monat später, konnten sich mehr als 100 Pflegekräfte und Pflegestudenten aus ganz Bayern von diesen Konzepten überzeugen und sich über den Themenschwerpunkt „Akademisierung in der Pflege“ austauschen. „Natürlich hat sich der Kernauftrag der Pflege über die Jahre nicht verändert, jedoch die Art und Weise“, erklärt Marc Dittrich, Intensivpfleger, ANP-Pflegeexperte und Organisator des Workshops am UKR. In verschiedenen Vorträgen zeigen er und seine Kolleginnen den Teilnehmern, in welchem Rahmen das UKR Akademisierung in der Pflege im klinischen Alltag einsetzt und lebt.   

Unterstützung der Patientenversorgung in sensiblen und komplexen Bereichen

„Der Einsatz unserer ANP-Pflegeexperten dient der interprofessionellen Unterstützung der Kollegen, der Angehörigen und natürlich der Patienten“, führt Pflegedirektor Stockinger aus. „Wir verstärken damit unsere Pflegeteams um zusätzliche Fachexpertise, motivieren, leiten an und steigern damit die Pflegequalität.“ Außerdem unterstützen akademisch ausgebildete Pflegeexperten die Patientenversorgung durch den gezielten Einsatz pflegewissenschaftlich basierter Methoden. Insbesondere in sensiblen und komplexen klinischen Fachbereichen können die pflegerischen Maßnahmen so noch besser gesteuert und weiter optimiert werden.

Basis für ein Masterstudium „Advanced Nursing Practice“ sind mehrjährige Berufserfahrung und eine entsprechende Weiterbildung im jeweiligen Pflegefachgebiet. Vorrangige Einsatzgebiete der ANP-Experten am UKR sind derzeit Patienten mit kognitiven Einschränkungen wie Demenz und Delir, intensivmedizinische Critical-Care-Patienten und Patienten mit extrakorporalen Unterstützungssystemen (ECMO). Zudem bestehen ANP-Modelle für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und im Bereich der Palliativpflege. „Mit unserem Workshop wollen wir unseren Kollegen zeigen, welchen Mehrwert die Akademisierung in der Pflege hat und wie wir diesen zum Wohle unserer Patienten in den täglichen Ablauf einbringen“, fasst Dittrich zusammen.

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Verwendung der Medien ausschließlich im Zusammenhang mit diesem Beitrag

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Pflegedirektor Alfred Stockinger (2.v.re.) und Pflegeexperte Marc Dittrich (re.) stellten Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern und Einrichtungen vor, wie Akademisierung in der Pflege am UKR umgesetzt wird. © UKR/Franziska Holten

Pressereferent Matthias Dettenhofer


Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung.

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe. Es bietet in 31 human- und zahnmedizinische Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen fast das komplette medizinische Fächerspektrum an und verfügt über 839 Betten sowie 52 tagesklinische Behandlungsplätze.

Ausgerichtet ist das Universitätsklinikum Regensburg auf Hochleistungsmedizin mit besonderem Fokus auf Transplantations- und Intensivmedizin sowie onkologische und kardiovaskuläre Erkrankungen. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR mit an der Spitze der deutschen Universitätsklinika. Neben der Patientenversorgung ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von ca. 2.000 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich.

Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.