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05.09.2022

Glanzlicht biomedizinischer Forschung - September 2022

Expression von vier neu entdeckten Protonen-sensitiven Zellmembran-Proteinen in den vier klinisch bedeutendsten Hauttumoren

In soliden Tumoren herrscht ein sogenannter inverser pH-Gradient, d.h. die Zellumgebung (= Tumormikromilieu) ist deutlich saurer als in normalem Gewebe. Bestimmte Proteine in der Zellmembran reagieren auf diese pH-Veränderungen im Tumor, leiten dies als Signal in die Zellen weiter und nehmen so Einfluss auf Zellteilung und -bewegung.

Antonia Förch ist Doktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stephan Schreml (Klinik und Poliklinik für Dermatologie) und hat sich in Ihrer Publikation mit der Expression von vier neu entdeckten Protonen-sensitiven Zellmembran-Proteinen (GPR31/151, TASK1/3) in den vier klinisch bedeutendsten Hauttumoren beschäftigt. Dabei konnte sie zeigen, dass Basalzellkarzinome als semi-maligne Tumoren alle vier Marker kaum exprimieren, wohingegen Plattenepithelkarzinome und Melanome der Haut diese fast immer aufweisen. Weiterhin wurde gezeigt, dass die Expression von TASK1/3 in tieferen Gewebeanteilen von Nävuszellnävi (Muttermalen) abnimmt, während GPR31/151 gleichmäßiger exprimiert wurden. Diese Erkenntnisse können in der Dermatopathologie für die Diagnostik genutzt werden und möglicherweise als Angriffspunkt zukünftiger Therapien fungieren.

 

Publikation:

Förch A, Wallner S, Zeman F, Ettl T, Brochhausen C, Schreml S. Expression of Proton-Sensitive GPR31, GPR151, TASK1 and TASK3 in Common Skin Tumors. Cells. 2022; 11(1):27.

https://doi.org/10.3390/cells11010027

 

Glanzlichter biomedizinischer Forschung

Die Forschungsergebnisse von Antonia Förch, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, können in der Dermatopathologie für die Diagnostik genutzt werden und möglicherweise als Angriffspunkt zukünftiger Therapien fungieren.

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