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Nephrologie

Komplement-vermittelte Nierenerkrankungen

Das Komplementsystem ist ein zentraler Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Es besteht aus einer Reihe von Eiweißen im Blut, die im Rahmen von Infektionen kaskadenartig aktiviert werden. Hierdurch kommt es zur Aktivierung des Immunsystems sowie zur Markierung und letztlich Zerstörung von Mikroorganismen und infizierten Zellen.

Seit einigen Jahren wird eine Überaktivierung des Komplementsystems auch mit verschiedenen Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht. Beim seltenen atypischen hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) kommt es durch eine unkontrollierte Komplementaktivierung zur sogenannten thrombotischen Mikroangiopathie (TMA) und zum akuten Nierenversagen. Bei einem Teil der Patienten werden angeborene Veränderungen bestimmter Gene für diese Erkrankung verantwortlich gemacht. Seit einigen Jahren stehen für diese Erkrankung sehr gut wirksame Therapien zur Verfügung. Bei einer Reihe anderer Erkrankungen wie der membranoproliferativen Glomerulonephritis (MPGN), der dense deposition disease oder der C3-Glomerulonephritis kann die Untersuchung von Komplementproteinen im Blut betroffener Patienten bei der Einordnung der Erkrankung und der Auswahl der Therapie helfen.

Zur diagnostischen Aufarbeitung dieser seltenen Erkrankungen bestehen enge Kooperationen mit dem Institut für Humangenetik, der Nephropathologie des Universitätsklinikum Erlangen sowie dem Labor für Komplementdiagnostik der Universität Heidelberg. In der Sprechstunde für Komplement-vermittelte Erkrankungen werden alle diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um für diese seltenen Erkrankungen die bestmögliche Therapie zu finden.

 

Die Sprechzeiten der Ambulanz sind Donnerstags zwischen 8:30 Uhr und 12:00 Uhr.

 

Für eine Terminvereinbarung stehen Ihnen unsere Mitarbeiter unter 0941 944-7310 während der regulären Dienstzeiten (Montag bis Donnerstag zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr, sowie Freitag zwischen 08:00 Uhr und 12:00 Uhr) gerne zur Verfügung.

 

Ärztlicher Ansprechparter:

PD Dr. med. Daniel Zecher