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Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Immunologische Diagnostik

Dieser Laborbereich beinhaltet eine Vielzahl von Parametern, die mit auf einem immunologischen Nachweis basierenden Methoden, analysiert werden. Das Spektrum dieser Anforderungen deckt z.B. die Autoimmundiagnostik, die spezifische Proteindiagnostik, Tumormarker und Hormonbestimmungen ab.

  • In diesem Funktionsbereich werden mit einer Vielzahl von immunologischen Methoden Parameter für die klinische Diagnostik und Therapie bestimmt. Kerngebiete sind hier beispielsweise die Autoimmun-Diagnostik mit dem allgemeinen und spezifischen Nachweis von Autoantikörpern bei Diabetes Mellitus Typ I, Lupus Erythematodes oder akut lebensbedrohlichen Erkrankungen wie dem Goodpasture Syndrom. Der Nachweis von Paraproteinämien mittels Immunfixation bzw. der quantitativen Messung von Immunglobulinfragmenten gehört zum täglich anfallenden Analysenspektrum. Parameter des Komplementsystems werden je nach Anforderungshäufigkeit an bestimmten Tagen der Woche bestimmt. So weit wie möglich werden Untersuchungsmethoden mittels standardisierter und automatisierter Gerätesysteme zum Einsatz gebracht. Immunfluoreszenztests zum Screening oder zur Spezifizierung einer Autoimmunerkrankung werden routinemäßig vier Mal in der Woche angeboten. Weiterhin gehören manuelle ELISAs, Immunoblottechniken (z.B. zur Diagnostik der Autoimmunhepatitis), Serum-Elektrophoresen und isoelektrische Fokussierungen zum Analysenspektrum. Auch werden mithilfe immunologischer Methoden eine Vielzahl unterschiedlicher Parameter aus den Kerngebieten Hormon-, Allergie-, Entzündungsdiagnostik sowie Stoffwechseldiagnostik (z.B. Diabetes) bestimmt.

  • Im Rahmen der Allergiediagnostik stellen wir Ihnen ein breites Spektrum an Untersuchungen zur Verfügung. Dies umfasst u.a. sowohl die Diagnostik der IgE-vermittelten Typ-I-(Sofort-)Reaktion (RAST), als auch die Bestimmung von spezifischem IgG bei Typ-III Allergie. Insbesondere besteht die Möglichkeit spezifische IgE-Antikörper gegen Allergenmischungen, Einzelallergene und molekulare Allergenkomponenten zu analysieren und differenzieren.

    Aufgrund der Vielzahl der bestimmbaren Antigene kann jedoch nur ein Teil der möglichen Diagnostik direkt über Lauris angefordert werden. Hierbei handelt es sich um die bei uns im Labor am häufigsten gesehenen Anforderungen, die meist im Hause bearbeitet werden können. Sollten Sie jedoch weitergehende diagnostische Anforderungen haben, so können wir ihre Proben gerne an ein externes Speziallabor weiterleiten. Eine Übersicht der möglichen Untersuchungen stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne per E-Mail bereit. Eine direkte Bereitstellung im Intranet ist auf Grund von rechtlichen Bedenken leider nicht möglich. Für hausinterne Einsender übernehmen wir selbstverständlich gerne den Versand und die Übernahme der Ergebnisse in elektronisch abrufbare Befunde.

    Um eine rationelle, zielgerichtete und kosteneffektive Allergiediagnostik durchzuführen, empfiehlt sich weiterhin ein strukturiertes Vorgehen. Nach klinischer Abklärung der Patienten und ausführlicher Anamnese ergeben sich meist bereits klare Hinweise, wie die weitere Diagnostik aussehen sollte. Beispielsweise sollte bereits am Anfang eine primär pulmonale von einer gastrointestinalen Symptomatik klar abgegrenzt werden. Ebenfalls sollte das zeitliche Auftreten der Symptome geklärt werden. Um Ihnen eine Hilfestellung bei der Auswahl der dann im Labor abzuklärenden Allergene und Allergenbestandteile geben zu können, können Sie ebenfalls gerne bei uns ein Informationsheft mit Profilen und diagnostischen Vorschlägen zum Vorgehen als pdf erhalten. In jedem Fall empfehlen wir ein Vorgehen in Profilen und eine Aufarbeitung der Arbeitsdiagnose vom Allgemeinen zum Speziellen hin.

Ansprechpartner

Dr. med. Petra Lehn, Oberärztliche Leitung

0941 944-6205
petra.lehn@ukr.de

 

Zuständiger Akademiker, Bereichsleitung
Dr. rer. nat. Sabrina Krautbauer

0941 944-6228
sabrina.krautbauer@ukr.de