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Nuklearmedizin

Prostatakarzinom: PSMA-PET/CT

Die Untersuchung mittels schwach radioaktiver Substanzen, die auf PSMA (Prostata-Spezifisches-Membran-Antigen) zielen, zählt zu den modernsten Untersuchungen beim Prostatakrebs. Die PET/CT-Untersuchung mit Gallium-68- oder Fluor-18-markierten PSMA-Liganden ist bei vielen Patienten mit Prostatakarzinom sinnvoll.

Die wichtigsten Fragestellungen einer PSMA-PET/CT beim Prostatakarzinom sind die Feststellung der Ausbreitung, die Tumorlokalisation bei Anstieg des PSA-Wertes und somit Verdacht auf Rückkehr oder Fortschreiten der Erkrankung nach Behandlung. Weiterhin kann mit der PSMA-PET/CT geprüft werden, ob eine Behandlung mit Lutetium-177-PSMA-Liganden eingeleitet oder fortgeführt werden kann.

Am Tag der Untersuchung findet zunächst ein Aufklärungsgespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. Hierbei werden Fragestellung, Ablauf und etwaige Risiken der Untersuchung erklärt.

Nach dem Einspritzen der radioaktiven Substanz über eine Vene muss man eine Verteilungszeit von etwa 45 bis 60 Minuten abwarten, z.B. auf einer bequemen Liege. Allergische Reaktionen auf diese schwach radioaktive Substanz sind extrem selten. Um die mit der Untersuchung verbundene Strahlenbelastung zu vermindern, erfolgt bei der PET/CT-Untersuchung möglichst eine zusätzliche Flüssigkeitsgabe, typischerweise als Infusion, meistens zusammen mit der Gabe eines harntreibenden Medikamentes. Sollten Sie Probleme haben, den Urin zu halten, weisen Sie uns bitte vor der Untersuchung darauf hin.

Bei manchen Fragestellungen ist die zusätzliche Verwendung von Röntgen-Kontrastmittel über eine Vene erforderlich, das über eine Vene gespritzt wird. Wenn bei Ihnen eine Allergie gegen Kontrastmittel oder eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist, informieren Sie uns bitte darüber bei der Anmeldung zur Untersuchung.

Die eigentliche Untersuchung im PET/CT-Scanner dauert ca. 30-40 Minuten. Im Gerät entsteht kein nennenswerter, unangenehmer Lärm.

Das eingesetzte Radionuklid Gallium-68 zerfällt mit einer Halbwertszeit von etwa einer Stunde, Fluor-18 mit einer Halbwertszeit von weniger als 2 Stunden. Dadurch baut sich die Radioaktivität schnell ab. Das ist für Sie von Vorteil, weil Ihre Strahlenbelastung dadurch vergleichsweise gering ist. Unsere Abläufe müssen den schnellen Zerfall der radioaktiven Arzneimittel berücksichtigen und sind darauf abgestimmt. Wir bitten Sie daher, nicht nur zu Ihrem eigenen Vorteil darauf Rücksicht zu nehmen, dass unser Personal sehr zügig arbeiten muss, um alle Patientinnen und Patienten versorgen zu können.

  • Die PET/CT-Untersuchung benötigt auch unsererseits besondere Vorbereitungen wie die Bestellung oder Herstellung teurer Spezialmedikamente, so dass vorab ein Termin abgestimmt werden muss. PET/CT-Untersuchungen werden über ein Formular angemeldet, das Sie als pdf-Datei in der regelmäßig aktualisierten Fassung unter folgender Internetadresse finden: https://go.ur.de/petctform

    Das von Ihrer zuweisenden Ärztin oder Ihrem Arzt ausgefüllte Formular ist an unser Sekretariat zu schicken oder zu faxen auf 0941/9447502.

    Sofern Sie gesetzlich krankenversichert sind, können wir je nach Erkrankung und Krankenversicherung einen Termin erst vergeben, wenn die Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse bestätigt ist. Bei bestimmten Fragestellungen müssen Sie einen Kostenübernahmeantrag an Ihre gesetzliche Krankenversicherung stellen, in den als Begründung medizinische Angaben Ihrer behandelnden Ärztin bzw. Arztes einfließen.

    Bei privaten Kostenträgern erfolgt die Anmeldung ebenfalls mit dem vorgenannten Fax-Formular über Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt.

  • Sie müssen nicht nüchtern zur Untersuchung kommen. Gerne dürfen Sie noch z.B. vor Anreise vorab eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen.

    Wir empfehlen, metallischen Schmuck und Piercings ebenso wie Wertgegenstände zuhause zu lassen. Bitte tragen Sie bequeme Kleidung mit möglichst wenig metallischen Applikationen wie Knöpfe, Nieten, Reißverschlüsse oder massiven Gürtelschnallen, da sie die Qualität der Aufnahmen beeinträchtigen.

    Metallimplantate und Schrittmachersysteme sprechen nicht gegen eine PET/CT-Untersuchung.

  • Das Mitbringen folgender Dinge erleichtert Ihnen und uns den Ablauf am Untersuchungstag:

    • Ihre Versicherungskarte
    • Voraufnahmen oder Vorbefunde aus anderen Kliniken oder von auswärtigen Untersuchungen (auf CD oder DVD, bitte nicht nur Internetadressen oder QR-Codes), falls vorhanden
    • gültiger Überweisungsschein (bei gesetzlich Versicherten)
    • Liste eingenommener Medikamente auf Papier
    • ggf. Ihre Lesebrille
    • bei geplanter Gabe von CT-Kontrastmittel: aktuelle Schilddrüsenwerte (mindestens TSH) und Nierenfunktionswerte (mindestens Kreatinin)
  • Bitte planen Sie mindestens 3 Stunden für die PSMA-PET/CT-Untersuchung ein. Im Anschluss an die Untersuchung werden Ihre Aufnahmen ärztlich geprüft und Sie bekommen Bescheid, sobald Sie die Abteilung verlassen können.

  • Im Anschluss an die Untersuchung geben wir Ihnen gegen Unterschrift Ihre Bilddaten in digitaler Form auf einer CD bzw. DVD mit. Weitere Ausfertigungen können nach berechtigter Anforderung grundsätzlich nur kostenpflichtig erstellt werden.

  • Aus Gründen des Strahlenschutzes ist der Zugang zu unserer Abteilung beschränkt. Daher sollen Sie nur wenn es unbedingt erforderlich ist, mit einer Begleitperson kommen. Zusätzlich können für den Zugang zum Universitätsklinikum Vorgaben zum Infektionsschutz zu beachten sein. Daher bitten wir Sie, sich zu den aktuellen Regelungen auf www.ukr.de zu informieren.

    Bitte haben Sie Verständnis, dass im Untersuchungsraum mit dem PET/CT-Gerät aus Gründen des Strahlenschutzes grundsätzlich keine Begleitperson erlaubt ist.

    Sollte die Untersuchung nur nach Gabe eines Beruhigungsmittels möglich sein, dürfen Sie an dem Tag nicht mehr allein aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Sorgen Sie daher bitte vorab für eine Begleitung zu Ihrem Untersuchungstermin.

  • Ihre zuweisende Klinik bzw. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt erhalten möglichst zeitnah einen schriftlichen Befundbericht. Je nach Fragestellung erfordern Auswertung und ärztliche Befundung des umfangreichen Bildmaterials zusätzlichen Aufwand. Sollten Sie selbst eine Kopie des Befundberichtes wünschen, teilen Sie uns das bitte am Untersuchungstag einfach mit.